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Bareknuckle-Boxen und gezücktes Messer: Melvin Guillard macht sich Freunde in England

Melvin Guillard (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Melvin Guillard bleibt ein Enfant Terrible des Kampfsports. Der frühere UFC-Kämpfer hielt sich vergangenen Samstag in England auf und nahm dort an einem Bareknuckle-Boxkampf teil. Als wäre das noch nicht skurril genug, lieferte er sich am darauffolgenden Morgen ein hitziges Wortgefecht mit einem weiteren Boxer und dessen Entourage. Zwar konnten die Gemüter beruhigt werden, allerdings hatte Guillard während der kompletten Auseinandersetzung ein Messer in der Hand.

Wo Melvin Guillard auftaucht, fliegen die Fetzen und das nicht nur verbal. Der 34-Jährige scheint derzeit aber weniger mit MMA beschäftigt zu sein, als mit anderen Formen der körperlichen Auseinandersetzung: Bareknuckle Boxing. Ohne Handschuhe, dafür mit bandagierten Händen, wagte er sich gemeinsam mit Shonie Carter, einem weiteren früheren UFC-Kämpfer, in die englische Höhle des Löwen und bestand seinen Test gegen Dan Breeze.

Am Sonntag machte dann ein Facebook-Video von Carter die Runde, das Guillard mit gezücktem Messer bei einer Auseinandersetzung mit Jimmy Sweeney, einem weiteren Bareknuckle-Boxer, in einem Restaurant zeigt.

Ein weiteres Video, dieses Mal von Wes Sims, ebenfalls UFC-Veteran, zeigt Guillard auf offener Straße in einer weiteren Konfrontation mit lokalem Publikum, bevor er nach der Aussage „Ich zeige euch, was Amerika ist!“ weggeschoben wird. Was der Grund für die beiden Wortgefechte ist, ist unklar. Sicher ist nur, dass sich Melvin Guillard garantiert neue Freunde gemacht hat.

Guillard kam 2005 über The Ultimate Fighter in die UFC und blieb fast neun Jahre ununterbrochen in der Organisation. 2014 trennte man sich von ihm. In der Folge unterschrieb er erst bei WSOF, dann bei Bellator, fiel aber vor allem durch seine Unfähigkeit auf, Gewicht zu machen. Sein einziger Bellator-Sieg wurde von einem positiven Dopingtest zunichtegemacht. Zuletzt unterschrieb Guillard beim koreanischen Veranstalter Road FC, zu einem Kampf kam es noch nicht.