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Ausgeträumt

Mark Hunt wird trotz Twitter-Kampagne nicht bei UFC 146 gegen Junior dos Santos antreten. (Fotomontage: GroundandPound)

Der Traum ist ausgeträumt. In der Nacht zum Sonntag machte UFC-Präsident Dana White die Hoffnungen aller Mark Hunt-Fans weltweit zunichte und versicherte, dass der samoanische Pride-Veteran bei UFC 146 nicht auf UFC Schwergewichtschampion Junior dos Santos treffen wird.

Es hätte eine Story werden können, wie sie Hollywood nicht besser schreiben könnte.

Nachdem UFC-Schwergewicht Mark Hunt sich 2010 geweigert hatte, für eine lukrative Prämie vorzeitig aus seinem UFC-Vertrag entlassen zu werden, und sich sein Geld stattdessen lieber mit Kämpfen im Octagon verdienen wollte, fuhr er eine Siegesserie von drei Kämpfen in Folge ein. Zuletzt besiegte er Cheick Kongo bei UFC 144 in Japan via TKO in Runde eins. Als bekannt wurde, dass Pflichtherausforderer Alistair Overeem aufgrund einer unangekündigten und erneut positiven Dopingprobe den Titelkampf gegen Champion Junior dos Santos vielleicht nicht bestreiten könne, begann eine noch nie dagewesene Fankampagne für den australischen Pride-Veteranen.

Unter dem Hashtag #RallyforMarkHunt fluteten tausende Fans die Postfächer von UFC-Offiziellen und Medienvertretern, um dem Samoaner einen Platz im Hauptkampf von UFC 146 zu verschaffen. Innerhalb kürzester Zeit generierte der Twitter-Neuling Hunt 11.000 Follower. Ein Titelkampf schien für den einst geschmähten Schwergewichtler in greifbarer Nähe, eine unglaubliche Geschichte.

Doch im Gegensatz zu Hollywood-Filmen, hat diese Geschichte kein Happy End.

UFC-Präsident Dana White machte den tausenden Hunt-Anhängern nun einen Strich durch die Rechnung: „Die können schreiben so viel sie wollen, das wird nicht passieren“, erklärte er auf der Abschlusskonferenz von UFC on Fuel TV 2 in Stockholm, Schweden. „Mark Hunt muss vorher einen der Top-Kämpfer schlagen, man bekommt nicht einfach so mir nichts, dir nichts, einen Titelkampf.“

„In einem Kampf kann alles passieren, aber man muss realistisch bleiben“, so White. „Auch für Mark Hunt wäre es nicht fair, ihn direkt für einen Titelkampf gegen Junior dos Santos in den Käfig zu schicken. Er soll sich nach oben arbeiten; besiegt er Struve, wird er gegen einen Top Fünf-Kämpfer antreten.“

„Ich garantiere euch: Besiegt er Struve, wird er gegen einen Top-Fünf-Fighter kämpfen und damit näher an eine Titelchance heranrücken“, versprach der UFC-Präsident.

Mark Hunt wird am 26. Mai bei UFC 146 auf den holländischen Hünen Stefan Struve treffen. Derzeit gilt Frank Mir als wahrscheinlichster Ersatzgegner für dos Santos, sollte Overeem in der Tat nicht antreten können. Overeem hat am 24. April eine Anhörung bei der Sportkommission des US-Bundesstaates Nevada, bei der er sich zu dem positiven Dopingtest äußern kann. Bei dieser Anhörung wird sich entscheiden, ob er gegen dos Santos antreten darf oder nicht.

Mark Hunt und seine Fans werden unterdessen vorerst weiter nur von seiner großen Chance träumen können.