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Anthony Johnson von UFC entlassen

Nach Gewichts-Debakel und Submission-Niederlage kam das Aus für „Rumble“.

Anthony „Rumble“ Johnson wurde nach seiner UFC 142-Niederlage gegen Vitor Belfort von der UFC entlassen. Dem Kampf vorausgegangen war ein Debakel beim offiziellen Wiegen, wo Johnson mit ganzen fünf Kilo Übergewicht aufgetaucht war. Es sollte der erste Kampf nach seinem Wechsel vom Welter- ins Mittelgewicht werden.

Schon im Weltergewicht hatte Johnson das nötige Limit von 77 Kilo bereits zweimal verpasst. Der Wechsel in die höhere Gewichtsklasse sollte das körperlich fordernde Gewichtmachen erleichtern. Doch Johnsons Körper vertrug den immensen Gewichtsverlust nicht, Ärzte rehydrierten ihn schon vor dem Wiegen am Freitag mit drei Litern Wasser. Das Resultat waren fünf Kilo übergewicht am Abend des Wiegens.

„Das war nun das dritte Mal“, so ein verärgerter UFC-Präsident Dana White auf der Abschlusspressekonferenz am Sonntagmorgen und verkündete Johnsons Entlassung. „Drei Fehltritte und du bist raus.“

Das Duell gegen Belfort, immerhin der Co-Hauptkamf des Abends, konnte nur stattfinden, weil der Brasilianer sich bereit erklärte, für 20 Prozent von Johnsons Kampfbörse, den Kampf trotz Übergewicht seines Gegners zu bestreiten. Vorraussetzung war, dass Johnson am Kampfabend bei einem weiteren Wiegen nicht mehr als 93 Kilo – das Gewichtslimit für das Halbschwergewicht – auf die Waage bringen dürfe.

„Das war eine der unprofessionellsten Aktionen, die ich je erlebt habe“, wetterte White. „Der Kerl hat bis 77 Kilo gekämpft, wechselt in die 84 Kilo-Klasse damit solche Probleme nicht mehr vorkommen, und liefert beim Gewichtmachen das schlimmste Desaster ab, das ich je gesehen habe. Er hätte fast den Co-Hauptkampf für Brasilien ruiniert. Ich weiß nicht was ich noch dazu sagen soll. Ich bin nicht erfreut darüber.“

Schon nach dem Wiegen am Freitag verkündete White, dass Johnsons Job fortan auf dem Spiel stünde. Nun erklärte er, dass seine Entscheidung bereits da schon getroffen festgestanden hatte. „Rumble“ konnte sich nach der Submission-Niederlage gegen Belfort seine Papiere im UFC-Büro abholen. Eine Rückkehr des starken Ringers schloss der UFC-Präsident dabei jedoch nicht aus.

„Ich habe nichts gegen den Kerl“, erklärte er. „Im Gegenteil, ich mag ihn sogar sehr. Anthony Johnson ist ein guter Typ. Ich weiß nicht, wen man an diesem Schlamassel die Schuld geben soll. Ihm? Seinem Team? Seinem Camp? Wer soll sich diesen Schuh anziehen? Letztendlich ist Johnson ein erwachsener Mann und muss die Verantwortung für seine Taten übernehmen.“