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Anderson Silva macht den Nick Diaz

Anderson Silva muss 50.000 US-Dollar Strafe zahlen. (Foto: Tobias Bunnenberg/Groundandpound.de)

Nachdem in der Vergangenheit vor allem Nick Diaz durch mangelnde Disziplin bezüglich Presseterminen auffiel, sorgte nun auch UFC-Mittelgewichtschampion Anderson Silva für Schlagzeilen. Anstatt am Dienstag einige geplante Interviews zu geben, setzte er sich ins Flugzeug, um in sein Heimatland Brasilien zu fliegen.

„Wir hatten einen kompletten Medientag in Los Angeles für ihn organisiert und er hat sich dafür entschieden, es nicht machen zu wollen“, erklärte UFC-Präsident Dana White gegenüber USA Today. „Also muss er eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 US-Dollar zahlen.“

Silva verpasste Termine mit lokalen TV- und Radiosendern sowie ein Pressemittagessen mit dutzenden Zeitungen und Websites. Der Medientag sollte den Start des Ticketvorverkaufs für UFC 162 bewerben. Silva wird seinen Titel bei der Veranstaltung am 6. Juli gegen Chris Weidman verteidigen.

„Er redet nicht gerne mit der Presse, aber das ist nun einmal Teil der vertraglichen Pflichten“, so White weiter. „Jeder will immer mehr und mehr Geld, aber niemand will den Kampf bewerben und mit der Presse reden. Pressearbeit ist Teil deines Jobs, ob du es magst oder nicht.“

Dass die UFC es mit Presseterminen ernst meint, zeigte sich vor allem am Fall Nick Diaz. Im Jahr 2011 verpasste der frühere Strikeforce-Champion mehrere Termine, um seinen anstehenden Kampf gegen Georges St. Pierre zu bewerben. Nachdem Diaz auch eine wichtige Pressekonferenz platzen ließ, wurde er kurzerhand vom Titelkampf abgezogen und durch Carlos Condit ersetzt.

Mit einer Streichung des Titelkampfes muss Silva sicherlich nicht rechnen. Er selbst meldete sich gestern über den Kurznachrichtendienst Twitter zu Wort: „Was auch immer die Welt dir anbietet, es ist das wichtigste, nah bei deiner Familie zu sein. Ich habe eine großartige Zeit mit meinem Sohn.“