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Alistair Overeem bittet um Verkürzung der Sperre

Alistair Overeem will im Dezember gegen Junior Dos Santos antreten. (Foto: Amsterdamman/Creative Commons)

In den letzten Tagen ging das Gerücht umher, dass Junior Dos Santos Ende Dezember auf Alistair Overeem statt, wie eigentlich geplant, auf Cain Velasquez treffen könnte, was bei vielen Fans für Stirnrunzeln sorgte. Immerhin darf sich Overeem wegen der Feststellung erhöhter Testosteronwerte erst am  27. Dezember um eine neue Kampflizenz bewerben. Doch der frühere Strikeforce Schwergewichtschampion hat eine Idee.

„Ich kann mich erst wenige Tage vor einem möglichen Kampf im Dezember um eine neue Lizenz bewerben. Aber wir haben eine Strategie“, so Overeem selbstsicher bei der TV-Show MMA Uncensored. „Wir werden schon vorher auf die Kommission zugehen und mein gutes Verhalten als Argument anbringen. Ich unterziehe mich bereits zufälligen Dopingtests, die von einem unabhängigen Arzt abgenommen werden.“

Im April fiel Overeem wegen zu hohen Testosteronwerten durch einen unangekündigten Dopingtest der Sportkommission in Nevada, wodurch ein Titelkampf gegen Junior Dos Santos nicht stattfinden konnte.

Der 32-jährige Niederländer scheint nun guter Dinge zu sein und hat laut eigener Aussage bereits einen Termin bei der Kommission: „Ich denke, ich werde die Lizenz eher bekommen, selbst wenn es nur eine Lizenz unter bestimmten Konditionen ist. Wir haben noch in diesem Monat einen Termin bei der Kommission. Noch ist nichts sicher. Hoffentlich bekommen wir die Lizenz.“

Wenn sich Overeem da mal nicht zu viel Hoffnung gemacht hat. Keith Keizer, Leiter der Sportaufsichtsbehörde, äußerte sich bereits zu Overeems Worten und bezeichnete die Chancen für eine vorzeitige Lizenzierung als sehr gering.

„Das ist nur Wunschdenken“, so Keizer gegenüber MMAFighting. „Er wird bei der Sitzung nicht im Tagesprogramm stehen.“

Keizer machte zudem deutlich, dass Overeem sich erst am 27. Dezember um eine Lizenz bewerben könne, was einen Titelkampf nur vier Tage später fast unmöglich macht. Einen legalen Weg zur früheren Lizenzierung sehe er nicht.

„Selbst wenn die Kommission die Sperre verkürzen wollen würde, wäre ich dagegen“, so Keizer weiter. „Es gibt in der Kommission auch ein gewisses Maß an Entscheidungsfreiheit, aber dies ist kein Fall, um diese Freiheiten zu nutzen. Das ist nicht nur jemand (Overeem), der beim Betrügen erwischt wurde, sondern zusätzlich jemand, der geflohen ist, als Dopingtests durchgeführt wurden.“

Keizer bezieht sich dabei auf den im März vor einer Pressekonferenz der UFC durchgeführten, unangekündigten Dopingtest, der Overeems überhöhte Testosteronwerte ersichtlich machte. Demnach sei das Schwergewicht aus der Halle geflohen, als er von dem anstehenden Test erfuhr.

Keizer erklärte, dass Overeem einige Maßnahmen ergreifen könnte, die den Lizenzierungsprozess beschleunigen würden. Es sei jedoch sehr unwahrscheinlich, dass dies vor dem 27. Dezember passiert.

Auch wenn zwischen der Lizenzvergabe und der Veranstaltung vier Tage liegen würden, wäre das Risiko für die UFC vermutlich zu groß, den Hauptkampf so kurzfristig wegen möglichen Komplikationen zu verlieren. Sollte Keizer dabei bleiben und Overeem tatsächlich erst Ende des Jahres eine neue Lizenz beantragen, dann wird Overeem wohl erst im nächsten Jahr wieder im Octagon zu sehen sein.