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Alexander Shlemenko will Kommission wegen Dopingtest verklagen

Alexander Shlemenko (Foto: Bellator)

Seit wenigen Wochen sind in den USA neue Doping-Richtlinien in Kraft. Erwischt hat es bisher drei Kämpfer in der UFC und Bellator. Während Rony Jason in Brasilien mit einer neunmonatigen Sperre davonkam, wurde Bellator-Federgewicht Mike Richman für zwei, der frühere Bellator-Mittelgewichtschampion Alexander Shlemenko sogar für drei Jahre gesperrt (GNP1.de berichtete). Der Russe will diese Suspension aber nicht hinnehmen und geht nun rechtlich gegen die CSAC vor.

Bei Bellator 133 gewann Alexander Shlemenko seinen bisher letzten Kampf gegen Melvin Manhoef durch eine Spinning Back Fist in der zweiten Runde und beendete damit seine Niederlagenserie bei Bellator. Dieser Sieg wurde ihm vor wenigen Wochen aberkannt, nachdem in der Dopingprobe des 31-Jährigen mit 50:1 ein Rekordwert beim Verhältnis von Testosteron zu Epitestosteron festgestellt wurde. Drei Jahre Sperre und eine Geldstrafe in Höhe von $10.000 waren die Folge. Für Shlemenko ist die hohe Strafe kein Zufall, seiner Meinung nach war das Testresultat vorhersehbar. An ihm sollte ein Exempel statuiert werden.

„Die Turnierkämpfer mussten fünf Dopingproben abgeben, im Labor waren aber nur vier zu finden. Da muss man die Genauigkeit der Kommission schon in Frage stellen. Zweitens habe ich keine B-Probe meines Tests. Wie soll ich mich ohne B-Probe erklären können? Und drittens gibt es einen Vertrag zwischen der WADA und dem Labor, dass eine B-Probe genommen wurde. Aber dieser Test war nicht da. Und viertens bin ich mir sicher, dass die Tests nicht zufällig, sondern geplant abgenommen wurden.”

Das bei Shlemenko gemessene T/E-Verhältnis wirft im Camp des Ex-Champions Fragen auf, wie ein solch hoher Wert zustande kommt. Andere überführte Dopingsünder wie Alistair Overeem kamen in ihrem Test nur auf einen Wert von 14:1, für Kommissionen sind Werte bis zu einem Verhältnis von 4:1 erlaubt. „Laut Analyse hätte ich mir direkt vor einem Test das Mittel spritzen müssen, weil das gefundene Oxandrolon noch nicht vom Körper verarbeitet wurde. Dieses T/E-Verhältnis ist ein neuer Weltrekord. Die Kommission will mich als Idioten darstellen, der sich direkt vor einem Test dopt. Deswegen werde ich klagen. Vor Gericht wird das alles anders aussehen.”

Laut Shlemenko hat ihm die kalifornische Sportkommission bereits angeboten, die Sperre von drei auf ein Jahr zu verkürzen, wenn er ein Schuldeingeständnis abgibt. Für den 31-jährigen keine Alternative. „Ich würde das nie tun. Kein Geld der Welt kann meinen Ruf wieder herstellen. Und mein Ruf ist jetzt nicht befleckt, er ist zerstört. Mir bleibt nichts anderes übrig, als vor Gericht zu gehen. Ich weiß, dass ich im Recht bin. Viel wichtiger ist es, die eigene Unschuld zu verteidigen ohne ans Geld zu denken.”