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Alexander Shlemenko für drei Jahre suspendiert

Alexander Shlemenko (Foto: Ruslan90/Creative Commons)

Ex-Bellator-Champion Alexander Shlemenko musste sich am Dienstag vor der Sportkommission von Kalifornien verantworten, da er Anfang des Jahres nach seinem Kampf gegen Melvin Manhoef einen positiven Dopingtest abgegeben hatte. Shlemenko wies jegliche Schuld von sich, doch die Kommission statuierte am Ende ein Exempel an ihm und brummte dem 31-Jährigen eine hammerharte Strafe auf.

Shlemenko wurde am Dienstag für ganze drei Jahre suspendiert. Außerdem muss er eine Geldstrafe von 10.000 US-Dollar zahlen und sein Sieg gegen Manhoef wurde in ein „No Contest“ abgeändert.

Nach seinem K.o.-Sieg bei Bellator 133 am 13. Februar wurde Shlemenko positiv auf das Steroid Oxandrolon und dessen Abbauprodukte getestet. Außerdem wurde bei ihm ein überaus hohes Testosteron/Epitestosteron-Verhältnis von 50:1 ermittelt. Zum Vergleich: Alistair Overeem wurde 2012 mit einem T/E-Verhältnis von 14:1 positiv getestet. Ein normaler Mann hat ein T/E-Verhältnis von 1:1, aufgrund von natürlichen Schwankungen werden aber erst Werte über 4:1 von der Sportkommission als verboten angesehen.

„Unser Job ist es, die Kämpfer zu beschützen, Punkt“, sagte John Frierson von der Sportkommission. „Er hätte den Mann, den er K.o. geschlagen hat, umbringen können.“

Shlemenko kündigte an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Sollte die Strafe bestehen bleiben, wird Shlemenko bis 2018 keinen Kampf im US-Bundesstaat Kalifornien bestreiten dürfen. Da die Sportkommissionen der restlichen US-Bundesstaaten die Entscheidungen anderer Kommissionen im Normalfall respektieren, wird es ihm vermutlich nicht möglich sein, in den kommenden drei Jahren überhaupt einen Kampf in den USA zu bestreiten. Außerhalb der USA könnte Shlemenko aber kämpfen, doch es besteht die Gefahr, dass er dann auch nach den drei Jahren keine Kampflizenz mehr in den USA bekommen würde.