MMA - Europa

Yakovlev: "Eckerlin ist ungeschlagen... noch!"

In seiner Heimat Russland ist Yakovlev als "böser Bube" bekannt. Foto: © M-1 Global

St. Petersburg's Alexander Yakovlev bringt die Erfahrung aus neunzehn Profi-MMA-Kampfen in den Ring. Nachdem er bereits im zarten Alter von neunzehn Jahren debütierte, lieferte er sich bereits mit namhaften Gegner wie dem Franzosen Karl Amoussou oder dem US-Amerikaner Jacob McClintock große Schlachten. Am kommenden Donnerstag trifft er im Eispalast seiner Heimatstadt St. Petersburg im Vorprogramm des Titelkampfes zwischen Shamil Zavurov und Yasubey Enomoto auf den Deutschen Christian Eckerlin. Groundandpound.de sprach mit dem russischen "Bad Boy" vor dem Kampf. Vielen Dank an Tatiana Klimenko für die Übersetzung aus dem Russischen.

Groundandpound.de: Wann und warum hast du mit dem Kampfsport-Training begonnen?

Alexander Yakovlev: Als ich im Alter von dreizehn, vierzehn Jahren meine erste UFC-Veranstaltung gesehen habe, wußte ich gleich, daß ich so etwas auch machen möchte. Zum ersten Mal im Ring stand ich mit neunzehn. Zuerst hatte ich keine besonderen Zukunftspläne was den Kampfsport angeht, sondern bin nur aus Spaß am Kämpfen angetreten.

GnP: Welche Titel und Graduierungen hältst du?

Yakovlev: Hier in Russland haben wir den Status des "Meister des Sports". Diesen halte ich im Nahkampf, im Sambo, im Combat Sambo und im Freistilringen.

GnP: Hast du innerhalb oder außerhalb des Rings ein Vorbild?

Yakovlev: Ein Vorbild habe ich nicht wirklich, aber es gibt andere Kämpfer, deren Stil mit gefällt und gegen die ich in Zukunft gerne einmal antreten würde. Nick Diaz zum Beispiel.

GnP: Wie sieht dein Training für diesen Kampf aus?

Yakovlev: Ich trainiere stets zweimal am Tag, versuche mich im Sparring, im Ringer- und Boxtraining zu verbessern. Ich mache viel Lauf- und generelles Fitnesstraining. Vor dem Kampf steigere ich natürlich die Intensität.

GnP: Du hast in der Vergangenheit mit dem "Sable Team" und Aleksander Emelianenkos "AE Team" trainiert. Was konntest du von Aleksander lernen?

Yakovlev: Sable ist schon lange, lange her. Für das AE Team bin ich auch ein paar mal in den Ring gestiegen. Ich kann dazu nur sagen, daß ich zwar diese Teams repräsentiert habe und durch die Kämpfe Erfahrung gewonnen habe, aber viel Kommunikation innerhalb der Mannschaft gab es nicht.

Yakovlev:
GnP: Was weißt du über deinen Gegner Christian Eckerlin?

Yakovlev: Ich habe mir viele seiner Kämpfe angesehen und ich weiß, daß er ungeschlagen ist... noch! (lacht). Sein Boxen zählt sicherlich zu seinen Stärken.

GnP: In der "M-1"-Rangliste wirst du auf Nummer neun geführt. Denkst du, daß dich ein Sieg über einen internationalen Gegner wie Eckerlin in die Top 5 bringen würde?

Yakovlev: Ich mache die Rangliste ja selbst nicht und um die Wahrheit zu sagen, stimme ich auch derzeit nicht mit ihr überein. Ich sehe mich selbst längst unter den besten Fünf und ich weiß genau, daß ich bald die neue Nummer eins sein werde!

GnP: Du bist seit sieben Jahren Profi, dein Gegner erst seit achzehn Monaten. Denkst du, daß Erfahrung ein Faktor in diesem Kampf sein wird?

Yakovlev: Ich bin mir sicher, daß Christian vor achzehn Monaten nicht nur rumgesessen hat, er wird sicherlich seine Erfahrung als Amateur gesammelt und viel trainiert haben. Die Vorbereitung für diesen Kampf ist meiner Meinung der ausschlaggebende Faktor.

GnP: Du konntest bereits ein halbes Dutzend Kämpfe innerhalb der ersten Runde für dich entscheiden. Wie wird dieser Kampf verlaufen?

Yakovlev: Ich mag es nicht, zu weit nach vorne zu schauen. Es ist erwiesen, daß wenn man zuviel plant, es am Ende doch ganz anders kommt. Ich will improvisieren und der Situation entsprechend handeln.

GnP: Hast du zum Abschluß noch eine Nachricht an unsere Leser?

Yakovlev: Macht MMA und bleibt gesund und munter!