MMA - Europa

Warum Mamed Khalidov nie für die UFC oder Bellator gekämpft hat

Mamed Khalidov (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Mamed Khalidov zählt seit Jahren zu den besten Mittelgewichten der Welt. Seine letzten Kämpfe hat er allerdings allesamt vor heimischer Kulisse in Polen bestritten. Engagements mit großen Organisationen wie der UFC oder Bellator MMA blieben bislang aus. In einem Interview mit Valetudo.ru erklärte der 35-Jährige, warum das so ist.

„Viele Athleten zielen es auf die UFC ab, aber es ist nicht so einfach“, so Khalidov. „Ich habe geholfen, den MMA-Sport in Polen groß zu machen. Jetzt ist der Sport hier sehr berühmt. Ich habe hart dafür gearbeitet, Top-10-Mittelgewicht der Welt zu werden, und dabei habe ich mir einen guten finanziellen Status erarbeitet.“

In Polen zählt Khalidov zu den größten MMA-Stars. Auch außerhalb der Kampfsportszene ist er ein bekanntes Gesicht, hat seinen eigenen Energy Drink und taucht in zahlreichen TV-Werbespots auf. Die UFC hätte mit einer Verpflichtung Khalidovs wohl den großen Durchbruch in Polen geschafft, man konnte sich vertraglich aber nicht einigen. 

„Ich war an einer Zusammenarbeit mit der UFC interessiert“, sagte Khalidov. „Nach meinem Kampf gegen Rodney Wallace habe ich offiziell angekündigt, in der UFC kämpfen zu wollen. Aber ich werde die Wahrheit nicht verschweigen: Wir konnten uns bei den Vertragsverhandlungen finanziell nicht einigen. Ich habe mehr erwartet.“

Einigen Berichten zufolge hatte die UFC Khalidov im Jahr 2012 einen Vertrag mit einer Antrittsgage von 20.000 US-Dollar sowie einer Siegprämie von weiteren 20.000 US-Dollar pro Kampf angeboten. Zum damaligen Zeitpunkt verdiente er bei KSW bereits knapp 30.000 US-Dollar nur fürs Erscheinen. 

Auch Bellator MMA hatte vor einigen Jahren Interesse an Khalidov: „Mit Bellator wurde vor langer Zeit verhandelt. Sie wollten mich in einem Turnier antreten lassen, aber der einzige interessante Kampf für mich war ein Titelkampf.“

Und diesen konnte man ihm damals aufgrund des Turniermodells nicht gewähren. Großes Interesse an der Zusammenarbeit mit einer anderen MMA-Organisation scheint Khalidov aktuell nicht mehr zu haben. 

„Aus sportlicher Sicht habe ich meinen Platz gefunden“, erklärte der seit fünf Jahren ungeschlagene Kämpfer. „Mein Traum war es immer, bei Pride FC zu kämpfen, aber die gibt es leider nicht mehr. KSW ist Pride FC sehr ähnlich. Mein Traum ist wahr geworden.“