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Venator FC Ergebnisse: „Mayhem“ und Palhares kassieren bittere Niederlagen

Vier Jahre nach seinem UFC-Rausschmiss hat "Mayhem" Miller in Mailand wieder eine Niederlage kassiert (Foto: Florian Sädler).

Ganze 18 Kämpfe sind am Samstag im PalaSesto in Mailand bei Venator FC III über die Bühne gegangen und boten größtenteils gute Unterhaltung. Die kontroversen Aufmerksamkeitsgaranten der italienischen Liga sind dabei allerdings auf der Strecke geblieben – sowohl der in den USA gesperrte Rousimar Palhares als auch der eigentlich seit vier Jahren den Ruhestand genießende Jason „Mahyem“ Miller mussten in Mailand bittere Niederlagen hinnehmen.

Ganze 45 Sekunden dauerte Palhares’ Flucht vor dem langen Arm der Sportkommission von Nevada. Der international unbekannte Norweger Emil Weber Meek wehrte den ersten Takedown-Versuch des Brasilianers ab und konterte mit Faustschlägen und Ellbogenstößen zum Kopf, unter denen Palhares schnell einbrach. Ein beeindruckender Sieg für den 27-Jährigen – der dritte n Folge und zweifellos der größte seiner bisherigen Karriere.

Zuvor entledigte Mittelgewichts-Champion Luke Barnatt sich recht mühelos des kurzfristig eingesprungenen Ersatzgegners Stefan Croitoru. Der Italiener hielt anfangs gut dagegen, Barnatts überdeutlicher Größen- und Reichweitenvorteil wurde im Stand aber schnell zu viel – nach wenigen Minuten landete Barnatt bereits harte Treffer, darunter einen sauberen Headkick mit dem Schienbein. Auch auf dem Boden war es Barnatt, der den Schaden anrichtete und Croitoru mit Groundandpound weichklopfte, bevor er in der zweiten Runde im Stand mit Kniestößen und Faustschlägen den Sack zu machte.  

Im Duell zweier alternder UFC-Veteranen holte Rameau Thierry Sokoudjou sich im Halbschwergewicht einen spektakulären Sieg gegen Matt Hamill. Gleich der erste saubere Treffer des Kampfes beendete diesen, als Sokoudjou einen Uppercut einschlagen ließ, von dem Hamill benommen gegen den Zaun stürzte, wo weitere Aufwärtshaken ihn in Sekunden gänzlich K.o. schlugen.

„Mayhem“ Miller schien ganz der alte zu sein, als sein Kampf gegen Mattia Schiavolin anstand. Begleitet von einem halben Dutzend halbnackter Frauen tanzte Miller sich seinen Weg zum Käfig, wo allerdings kein erfolgreiches Comeback auf ihn warten sollte. Runde eins dürfte Miller sich mit Druck im Clinch und einem späten Takedown noch gesichert haben, im zweiten Durchgang war es dann aber Schiavolin, der harte Treffer ins Ziel brachte und Miller schließlich im Rear Naked Choke abklopfen ließ.

Cody McKenzie war nach seiner UFC-Entlassung 2013 vom Sport zurückgetreten, ist dann zurückgekommen und hat sich in eine Serie von fünf Niederlagen in Folge verstrickt. Am Samstag konnte er diese Serie mit einem Aufgabe-Sieg gegen Valeriu Mircea beenden. Der Rumäne hat sich offenbar Chad Mendes’ K.o.-Sieg von UFC 148 angesehen und konnte McKenzie ebenfalls mit einem Treffer zum Körper an den Rand einer Niederlage, aber nicht zur Strecke bringen. McKenzie überstand die heikle Phase und schaffte es, Mircea auf der Matte in einem siegbringenden Guillotine Choke zu packen.

Auf dem Hauptprogramm konnten außerdem Karl Amoussou, Jack Hermansson und Marvin Vettori überzeugen, die ihre Gegner allesamt durch technischen K.o. besiegen konnten. Vor allem der 22-jährige Italiener Vettori war dabei imposant – er brauchte nur 73 Sekunden, um UFC-Veteran Igor Araujo per Guillotine Choke zur Strecke zu bringen.

Im ersten Kampf des Hauptprogramms dominierte der gelernte Thaiboxer Che Mills seinen britischen Landsmann Terry Montgomery auf der Matte, bevor er dort einen illegalen Ellbogenstoß zum Hinterkopf landete, der das Duell im No Contest enden ließ.

Den Kampf des Abends lieferten sich im letzten Duell des Vorprogramms Leonardo Zecchi und Alessandro Botti. Zecchi verteidigte seinen Leichtgewichtsgürtel am Ende knapp nach Punkten, musste im Laufe der fünf Runden aber ordentlich einstecken – vor allem immer wieder ins Ziel gebrachte Lowkicks hinterließen deutlich sichtbare Spuren auf dem Bein des Italieners. Bei zahlreichen wilden Schlagwechseln mussten darüber hinaus beide jede Menge Federn lassen.


Anbei die Ergebnisse im Überblick:

Venator FC III
Samstag, 21. Mai 2016
PalaSesto in Mailand, Italien


Hauptprogramm
Emil Weber Meek bes. Rousimar Palhares via T.K.o. (Ellbogen und Schläge) nach 0:45 in Rd. 1
Luke Barnatt bes. Stefan Croitoru via T.K.o. (Schläge) nach 2:32 in Rd. 2
Sokoudjou bes. Matt Hamill via K.o. (Schläge) nach 0:37 in Rd. 1
Marvin Vettori bes. Igor Araujo via Guillotine Choke nach 1:13 in Rd. 1
Mattia Schiavolin bes. Jason Miller via Rear Naked Choke nach 3:10 in Rd. 2
Karl Amoussou bes. Giovanni Melillo via T.K.o. (Head Kick und Schläge) nach 4:51 in Rd. 1
Jack Hermansson bes. Ireneusz Cholewa via T.K.o. (Schläge) nach 1:05 in Rd. 3
Cody McKenzie bes. Valeriu Mircea via Guillotine Choke nach 1:30 in Rd. 2
Che Mills vs. Terry Montgomery endet nach 2:58 in Rd. 1 als No Contest (Illegaler Ellbogenstoß zum Hinterkopf)

Vorprogramm
Leonardo Zecchi bes. Alessandro Botti geteilt nach Punkten (48:47, 48:49, 48:47)
Cristian Binda bes. Davide Baneschi geteilt nach Punkten (29:28, 28:29, 29:28)
Federico Mini bes. Ciro Ruotolo via K.o. (Head Kick) nach 2:58 in Rd. 2
Daniel Pilo bes. Luca Puggioni via T.K.o. (Schläge) nach 4:55 in Rd. 2
Pietro Cappelli bes. Franco De Martiis via Americana nach 1:01 in Rd. 1
Danilo Beluardo bes. Daniele Miceli via K.o. (Schläge) nach 0:25 in Rd. 1
Christian Magro bes. Guiseppe Ruotolo via T.K.o. (Schläge) nach 1:52 in Rd. 1
Stefano Paterno bes. Andrea Fusi via Rear Naked Choke nach 1:15 in Rd. 3
Manolo Zecchini bes. Dennis Coste via T.K.o. (Schläge) nach 3:22 in Rd. 1