MMA - Europa

UFC on Fuel TV 5: White schießt erneut gegen Kritiker

Dana White lobt Fightcard, schießt erneut gegen Kritiker. (Foto: Dorian Szücs/GroundandPound)

Die UFC hat es im Moment nicht einfach. Zum Verletzungspech vieler Kämpfer und einer ausgefallenen Veranstaltung kommen die allgegenwärtigen Kritiker, die sich auch für UFC on Fuel TV 5, das am kommenden Samstag in der Capital FM Arena in Nottingham, England, stattfinden wird, wieder zu Wort gemeldet haben. Für die hat UFC-Präsident Dana White auf der Eröffnungspressekonferenz am Donnerstag wie immer klare Worte gefunden.

„Das hier sind zwei starke, aufstrebende Jungs“, so White über seine beiden Hauptkämpfer Stefan Struve und Stipe Miocic. „Die gesamte Card ist wirklich sehr gut besetzt. Dieser Kampf ist eine große Sache für das Schwergewicht. Der Sieger gehört dann zu den Top fünf oder sechs."

„Wir haben mehr Geld in diese Card gesteckt als geplant“, so der UFC-Präsident weiter. „Die Leute haben mich auf Twitter damit bombardiert, wie schwach diese Card ist. Ich sage: Wenn euch die Card nicht gefällt, dann hört auf mir zu folgen! [...] Folgt mir nicht mehr auf Twitter, denn wenn ihr diesen Event kritisiert, werde ich euch zur Sau machen! Du kannst nicht immer GSP und all die Champions auf der Card haben. Das gleiche habe ich den Leuten letzte Woche schon in Toronto erzählt. Euch gefällt der Fliegengewichtstitelkampf nicht? Dann kauft keine Pay-Per-Views mehr von uns! [...] Was soll ich zu solchen Leuten sagen? Entweder sind die schlecht erzogen und wollen mich einfach nur ärgern oder es sind komplette Idioten.“

Neben den üblichen Tiraden gegen alle UFC-Kritiker, sprach White über die Zukunft der UFC in England. Vor allem der zuletzt wieder beeindruckend auftretende Michael Bisping könnte hier zum Zugpferd auf der Insel werden. Ein Mittelgewichtstitelkampf gegen Anderson Silva hätte schließlich das Potential, ein ganzes Fußballstadion mit Fans zu füllen.

„Selbstverständlich“, so White. „Das bisher schwerste am englischen Markt war es, einen guten TV-Vertrag zu bekommen. Das war die größte Herausforderung für uns. [...] Wir haben von Anfang an gesagt, die drei Märkte, die am meisten Sinn für uns machen, sind die Vereinigten Staaten, Mexiko und England. Mexiko und England sind zwei große Box-Nationen. Dass ausgerechnet diese beiden die Märkte sind, die uns die größten Schwierigkeiten bereiten, konnte damals ja niemand ahnen (lacht).“

Nun, da mit ESPN ein verlässlicher Partner gefunden wurde, stehe einem großen Titelkampf in England laut White prinzipiell nichts mehr im Weg. Nicht einmal die Zeitverschiebung nach Nordamerika, dem bislang noch immer wichtigsten Markt der UFC:

„In Brasilien haben wir sogar morgens um vier eine Veranstaltung gehabt. Das könnten wir also ohne Probleme auch hier tun.“

Bevor es jedoch zu einem Duell zwischen Silva und Bisping kommen könnte, muss der Mittelgewichtsweltmeister erst noch einige andere Aufgaben erledigen. Zunächst steht am 13. Oktober ein Halbschwergewichtskampf gegen Stephan Bonnar in Rio de Janeiro an. Ein Kampf, der ebenfalls im Fokus vieler Kritiker steht – von White im Anschluss an die Pressekonferenz aber über die Maßen gelobt wurde.

Glaubt man White, könnte es anschließend obendrein zu einem Duell zwischen Silva und Georges St. Pierre kommen, ein Kampf der laut White „Sinn macht“ und auf den die Fans seit Jahren begierig warten.

Hierzu müsste jedoch auch St. Pierre erst einmal seinen am 17. November anstehenden Kampf gegen Carlos Condit gewinnen. Wie lange all die Kritiker also noch auf große Kämpfe bei einer europäischen UFC-Veranstaltung warten müssen, steht zur Zeit noch immer in den Sternen.