MMA - Europa

UFC on Fuel TV 5: Dan Hardy 2.0

Der „Outlaw“ fühlt sich mit neuem Team wie neu geboren. (Foto: Dorian Szücs)

Zwischen 2010 und 2011 hatte „Outlaw“ Dan Hardy die vermutlich schwersten Monate seines Lebens. Nach vier Niederlagen in Folge konnte der Brite nur mit viel Glück und gutem Willen seines Arbeitgebers seinen Platz in der UFC behalten. Nun, mit einem neuen Team, einem Sieg im Rücken und einem Co-Hauptkampf in seiner Heimatstadt Nottingham, fühlt sich der Publikumsliebling wie neu geboren.

„Ich hatte wirklich eine schwere Zeit“, so Hardy am Donnerstag auf der Eröffnungspressekonferenz zu UFC on Fuel TV 5 im Hilton Hotel von Nottingham. „Ich habe mich nicht mehr wohl gefühlt und hatte keine Lust mehr zu trainieren. Aber nun habe ich mein Camp komplett umgestellt, bin in Las Vegas und habe ein tolles Team um mich herum. Das Team gibt mir Sicherheit. Mein Coach sagt immer, bisher habe ich trotz und nicht wegen meines Trainings gewonnen. Ich hatte immer gute Trainer, aber die haben einfach nicht als Team zusammengearbeitet. Alles passt jetzt [...] und kämpfen macht mir wieder Spaß.“

Der neu gefundene Optimismus kommt gelegen, schließlich steht der „Outlaw“ am kommenden Samstag gemeinsam mit Amir Sadollah im Co-Hauptkampf  von UFC on Fuel TV 5, dem ersten UFC-Event in Hardys Heimatstadt Nottingham. Nach einem Sieg über Duane Ludwig im Mai, in seiner zweiten Heimat Las Vegas, ist dies nun bereits der zweite Kampf den Hardy praktisch vor der eigenen Haustür bestreiten kann.

„Bei meinen letzten zwei Kämpfen konnte ich in meiner eigenen Küche kochen und in meinem eigenen Bett schlafen, das ist einfach super. Es waren zwar zwei verschiedene Betten, die 5.000 Meilen voneinander entfernt liegen, aber das ist dennoch eine tolle Sache. Die UFC ist in Nottingham, ich hätte nie gedacht, dass das einmal passieren würde. Ich kämpfe hier in der Capital FM Arena, eine vergleichsweise kleine Arena für eine UFC-Show. Dort bin ich fast jedes Wochenende und schaue Eishockey. Das ist einfach großartig. Ich habe noch nie in Nottingham verloren – und werde es auch nie.“

Gegner Amir Sadollah hat in dieser Hinsicht sicher auch noch ein Wörtchen mitzureden. Sadollah ist, ebenso wie Hardy, im Standkampf zu Hause. Doch während Sadaollah als technischer Striker eher filigran zu Werke gehen wird, können die Nottingham-Fans von ihrem Lokalmatador wie immer Bomben erwarten:

„Amir ist immer gut für einen knackigen Standkampf“, so Hardy. „Ich mag ihn und habe nichts gegen ihn – außer vielleicht einen linken Haken am Samstagabend.“