MMA - Europa

UFC on Fuel TV 2: Schweden-Debüt geglückt

UFC-Präsident Dana White (Foto: Elias Stefanescu/GroundandPound)

Dass der erste Ausflug der UFC nach Schweden ein voller Erfolg werden würde, war bereits klar, als die UFC on Fuel TV-Veranstaltung in der Stockholmer Ericsson Globe Arena innerhalb von nur drei Stunden restlos ausverkauft wurde. Spätestens nach dem Event und der lautstarken Unterstützung der Zuschauer in der Halle war schließlich klar: Eine Rückkehr der UFC ist nur eine Frage der Zeit.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich UFC-Präsident Dana White auf der Abschlusspressekonferenz im Anschluss der Veranstaltung. Mit 15.428 Zuschauern hatte die UFC einen neuen Hallenrekord für Sportveranstaltungen aufstellen können, 2,23 Millionen US-Dollar (1,7 Millionen Euro) wurden allein durch Ticketverkäufe eingenommen.

Auch aus sportlicher Sicht kann UFC on Fuel TV 2 als Erfolg bezeichnet werden. Kaum einer der Kämpfe enttäuschte, nur vier von zwölf Duellen gingen über die volle Distanz. Die Bonuszahlungen in Höhe von je 50.000 US-Dollar (38.000 Euro) gingen an Brad Picket und Damacio Page (Kampf des Abends) sowie John Maguire (Submission des Abends) und Siyar Bahadurzada (KO des Abends).

Im Hauptkampf der Veranstaltung konnte sich Schwedens Shootingstar Alexander Gustafsson recht deutlich gegen den nach langer Sperre zurückgekehrten Brasilianer Thiago Silva durchsetzen. Kein Wunder, dass seine Anhänger bereits jetzt nach einem Titelkampf gegen Champion Jon Jones rufen. Doch dafür ist es noch ein wenig zu früh, findet zumindest Dana White:

„Es wäre aber auf keinen Fall eine schlechte Idee, diesen Kampf hier stattfinden zu lassen“, fügte er hinzu und erntete dafür breite Zustimmung bei den schwedischen Medienvertretern.

Ob und wann es zu einem Duell Jones vs. Gustafsson kommen wird, konnte White allerdings nicht sagen, aber:

„(Gustafsson) hat heute auf jeden Fall geglänzt.“

UFC on Fuel TV 2 war der erste Event nach einer mehrwöchigen Pause im ansonsten randvollen Terminplan der UFC. Eine Pause, die vor allem ein sichtlich gestresster Dana White genossen haben dürfte.

„Die Pause war toll, aber wir sollten uns besser nicht daran gewöhnen“, erklärte er auf die Frage, ob solche Unterbrechungen des zuletzt extrem straffen Veranstaltungsrhythmus künftig die Regel sein würden. Immerhin mussten sich White und Co. in letzter Zeit häufiger Kritik gefallen lassen, dass man den Markt mit zu vielen Veranstaltungen übersättige und die Qualität einzelner Fightcards an der hohen Zahl der Events leiden würde.

„Glaubt mir, wenn es nach mir ginge, könnten wir wieder, wie früher, nur fünf Shows im Jahr abhalten“, so der UFC-Präsident. „Wahrscheinlicher ist aber, dass wir eher noch mehr, als weniger Event abhalten werden. [...] Wir haben einen Vertrag mit (US-TV-Sender) Fox über 42 Veranstaltungen im Jahr.“

Eine Rückkehr nach Schweden ist dabei „so früh wie möglich“ geplant. Selbst den Zeitunterschied zwischen Schweden und den USA sieht White nicht als Problem, im Gegenteil:

„Ich mag die Zeitverschiebung, es hat etwas, sich die Events in den Staaten zur Mittagszeit ansehen zu können.“

Es wird wohl also nicht lang dauern, bis die UFC ihr Octagon erneut hinter „schwedischen Gardinen“ aufbauen wird.

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