MMA - Europa

UFC hat Italien, Spanien und Frankreich im Visier

UFC-Geschäftsführer Lorenzo Fertitta (Foto: sportsnet.ca)

Nächsten Monat setzt die UFC ihre Expansion in Europa mit „UFC on Fuel TV 2“ fort, ihrem Debüt in Schweden. Laut Lorenzo Fertitta, dem Geschäftsführer der UFC, soll das in diesem Jahr nicht die einzige Veranstaltung in Europa bleiben.

„Ich denke, dass wir als nächstes nach Italien gehen werden“, erzählte Fertitta den Kollegen von MMAFighting.

In seiner Heimat traf sich Fertitta im vergangenen Jahr mit den Besitzern einer großen Halle außerhalb Mailands. „Sie hatten diese falschen Vorstellungen von unserem Sport“, sagte Fertitta. „‘Oh mein Gott, diese Männer kämpfen in einem Käfig!‘, und dergleichen. Aber wir haben uns mit ihnen zusammengesetzt, ihnen erklärt, wer wir sind, was wir für eine Geschichte haben und welche Vorschriften und Sicherheitsvorkehrungen es gibt. Wir luden sie zu unserer Veranstaltung in Birmingham ein und sie waren begeistert. Sie sagten, wir wären bei ihnen jederzeit willkommen.“

In der besagten Halle, dem Forum Assago di Milano, findet am 24. März das Debüt von „Oktagon“ statt, für das bereits 15.000 Eintrittskarten verkauft sind. Einen weiteren Beleg für die Kampfsportbegeisterung der Italiener sind laut Fertitta die sehr guten Einschaltquoten, die die UFC in den vergangenen sechs Monaten auf Sky Sports erreicht hat.

Die UFC geht natürlich vordergründig dorthin, wo sie im Fernsehen präsent ist. Deshalb ist für die UFC auch Spanien von Interesse, wo „The Ultimate Fighter“ regelmäßig bis zu 250.000 Zuschauer vor die Bildschirme lockt. „Das sind starke Quoten für solch einen Markt, angesichts der Bevölkerungszahl“, sagte Fertitta. „Das ist also ein weiterer Markt, den wir ziemlich bald besuchen werden.“

In Frankreich gestaltet sich die Angelegenheit noch etwas schwieriger – MMA-Sport im Käfig ist dort noch verboten. Da der Staat die Kontrolle über die Sportarten nicht selbst übernimmt, sondern diese Arbeit den Verbänden überlässt, wurde jüngst ein MMA-Verband gegründet, der den MMA-Sport in unserem Nachbarland regulieren soll.

„Nach der Etablierung des Verbands ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Sportministerium ihn anerkennt“, meinte Fertitta. „Wir haben uns schon mit ihnen getroffen, und sie standen uns positiv gegenüber. David Douillet, der französische Sportminister, ist Olympiasieger im Judo, also versteht er den Sport. Wir sind guter Dinge, dass man bald gleichzeitig sein Croissant essen und die UFC sehen kann.“