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UFC Fight Night 37: Wer bleibt? Wer geht?

Cyrille Diabaté steht am Samstag zum letzten Mal im Octagon. (Foto: Dorian Szücs/Groundandpound.de)

Die UFC Fight Night 37 am morgigen Samstag ist die erste Veranstaltung, die auch deutsche Fans über den Fight Pass verfolgen können. Im Hauptkampf stehen sich Alexander Gustafsson und der ungeschlagene Engländer Jimi Manuwa gegenüber. Überdies ist das Programm gespickt mit zahlreichen Neulingen und Kämpfern, die ihren letzten Kampf gewonnen haben. Somit fällt die Aufzählung dieses Mal kleiner aus als sonst.

Entlassung sicher
Cyrille Diabaté: Keine Entlassung, sondern ein Rücktritt. Der Franzose hat heute in einem Interview angekündigt, unabhängig vom Ausgang des Kampfes gegen Ilir Latifi seine Karriere zu beenden. Mit 40 Jahren und dann 30 Kämpfen, die letzten acht in der UFC, kann es ihm auch keiner verdenken. Sollte Diabaté Latifi schlagen, wird er die UFC mit fünf Siegen und nur drei Niederlagen, zwei davon gegen die beiden Kämpfer des Hauptkampfes Gustafsson und Manuwa, verlassen.

Entlassung wahrscheinlich
Ilir Latifi: Ilir Latifi kann einem fast ein wenig leidtun. Der 30-Jährige hatte vor über einem Jahr die undankbare Aufgabe, Gegard Mousasi mit wenigen Tagen Vorbereitungszeit in der UFC willkommen zu heißen, war völlig überfordert und wird seitdem permanent mit Häme überschüttet. Dabei reicht teilweise die banale Tatsache, dass Latifi der einzige Kämpfer in einem UFC-Hauptkampf ist, der keine englischsprachige Wikipedia-Seite sein eigen nennen kann. Retten könnte Latifi einzig der Fakt, dass die UFC dieses Jahr noch einmal nach Schweden kommt. Aber wenn er erneut nicht überzeigen kann, wird die UFC für den nächsten Ausflug nach Skandinavien auf jüngere, entwicklungsfähigere Kämpfer setzen.

Entlassung möglich
Phil Harris: Phil Harris hatte bisher die komfortable Position, der einzige britische Kämpfer im Fliegengewicht zu sein. Mit der Veranstaltung am Samstag und dem Kampf zwischen Brad Pickett und Neil Seery wird sich das jedoch ändern. Der Judoka aus Portsmouth konnte in drei Auftritten bisher nur einmal siegreich hervorgehen. Ulysses Gomez unterlag Harris nach Punkten und wurde prompt von der UFC entlassen. Andere Kämpfer aus der UFC zu kegeln verheißt meist nichts Gutes über die eigene Position innerhalb der UFC-internen Rangliste.

Entlassung (nahezu) ausgeschlossen
Der Rest des Programms. Neben Alexander Gustafsson, der eher vor einem Titelkampf als vor einer Entlassung steht, und Fan-Liebling Brad Pickett kommen nur Roland Delorme, Davey Grant und Louis Gaudinot mit einer UFC-Niederlage im Gepäck nach London. Alle drei haben noch einen gewissen TUF-Bonus und zeigten bisher recht gute Ansätze im Käfig, die ihnen weitere Chancen einbringen werden. Gaudinot würde mit einer Niederlage gegen Harris zwar auf eine UFC-Bilanz von nur einem Sieg aus vier Kämpfen fallen, der Sieg war jedoch ein Fight Of The Night gegen Top Ten-Fliegengewicht John Lineker.

Mit Danny Mitchell, Claudio Henrique da Silva, Mats Nilsson und Neil Seery geben vier Kämpfer ihr UFC-Debüt, die anderen acht Kämpfer konnten zuletzt erfolgreich, bzw. im Falle von Guillard zumindest ohne Niederlage durch Disqualifikation, das Octagon verlassen.