MMA - Europa

Tom „Kong“ Watson und Jimi Manuwa in der UFC

Tom Watson (Foto: Will Gregson)

Die UFC hat allem Anschein nach erneut in der europäischen MMA-Szene zugeschlagen und sich die Dienste zweier weiterer englischer Kämpfer gesichert: Tom „Kong“ Watson (15-4) und Jimi „Poster Boy“ Manuwa (11-0) sind laut ESPN und Fighters Only neuerdings Nummer 21 und 22 auf der Liste der bei der Ultimate Fighting Championship unter Vertrag stehenden Briten.

Tom „Kong” Watson ist eine Kultfigur inner- und auch außerhalb der britischen MMA-Szene, weshalb seine Unterschrift bei der UFC für viele Fans schon längst überfällig war. Der 29 Jahre alte Southamptoner, der in Kanada und den USA in Georges St. Pierres Tristar Gym und bei Jackson‘s MMA trainiert, ist der amtierende Mittelgewichtschampion der britischen Organisation BAMMA. Seitdem er den Titel im Mai 2010 dem UFC- und Strikeforce-Veteranen Matt Horwich abgenommen hat, konnte er den Gürtel drei Mal verteidigen, u.a. durch einen KO-Sieg gegen den älteren Bruder von „Shogun“ Rua, Murilo.

Doch auch vor seiner Zeit als Champion war Watson schon erfolgreich. Von den 14 Kämpfen, die seinem Titelgewinn vorausgehen, konnte der gebürtige Engländer ganze elf gewinnen – neben einigen Siegen in der Traditionsorganisation Cage Rage schlug Watson im Jahr 2009 auch den mittlerweile in der UFC erfolgreichen John Maguire durch TKO.

Am 29. September wird er nun sein Debüt im Octagon geben und in Nottingham auf den Hawaiianer Brad Tavares treffen. Der 24-Jährige war vor einigen Jahren im „Ultimate Fighter“-Haus zu sehen und konnte sich seitdem eine Statistik von drei Siegen und einer Niederlage in der UFC erkämpfen – zuletzt bezwang er Mitte Mai den Koreaner Dongi Yang per einstimmigem Punktentscheid.

Der neben Watson zweite britische Neuzuguang in der UFC ist Halbschwergewichtstalent Jimi „Poster Boy“ Manuwa. Der 32-Jährige ist auch nach elf professionellen Kämpfen noch ungeschlagen und konnte zehn davon durch Knockout oder TKO beenden. Schon seit einiger Zeit ist der Engländer mit nigerianischen Wurzeln eine Art „Geheimtipp“ innerhalb der europäischen MMA-Szene, da er seinen bisherigen Gegnern kaum Chancen ließ und sie scheinbar mühelos abfertigte.

Dies hatte bereits im letzten Jahr das Interesse der UFC geweckt, die ihn für UFC 138 im vergangenen November verpflichen wollte. Manuwa, der zu diesem Zeitpunkt verletzungsbedingt seit über einem Jahr nicht mehr gekämpft hatte, lehnte das Angebot aus diesem Grund jedoch überraschenderweise ab.

Bisher wurde für Manuwa noch kein Gegner bekannt gegeben, die Anwesenheit Tom Watsons auf dem Programm lässt allerdings darauf schließen, dass sein Landsmann aus dem Halbschwergewicht ebenfalls in Nottingham antreten wird.

Neben den beiden Neuverpflichtungen wurde außerdem ein weiterer Kampf für den 29. September angekündigt: John „The Hitman“ Hathaway (16-1) wird in einem innerenglischen Duell auf den bereits erwähnten John „The One“ Maguire (18-3) treffen, nachdem er im Mai Pascal Krauss per Punktentscheidung dessen erste Niederlage zufügen konnte.

Ob die jeweiligen Kämpfe auf dem Haupt- oder Vorprogramm der Veranstaltung zu finden sein werden, ist bisher nicht bekannt.