MMA - Europa

Thompson schlägt Pudzianowski

KSW 16

Sieben actiongeladene Kämpfe standen gestern auf dem Programm der 16. Veranstaltung der polnischen MMA-Organisation KSW. Neben polnischen Top-Kämpfern standen auch einige internationale Bekanntheiten auf dem Programm.

Mamed Khalidov vs. Matt Lindland

Im Hauptkampf der Veranstaltung traf Europas Top-Mittelgewicht Mamed Khalidov auf den früheren Herausforderer auf den UFC Mittelgewichtstitel, Matt Lindland. Khalidov konnte zu Beginn einige Schläge landen und seinen Gegner auf den Boden befördern. Lindland kam zurück auf die Beine, landete allerdings sofort in einem Standing Guillotine Choke. Er drückte Khalidov in die Ringecke, konnte sich jedoch nicht mehr auf den Beinen halten. Khalidov deutete dem Ringrichter an, dass Lindland nicht mehr bei Bewusstsein sei und gewann den Kampf somit durch technische Aufgabe in der ersten Runde.

Mariusz Pudzianowski vs. James Thompson

Der heiß erwartete Kampf zwischen den beiden Hünen Mariusz Pudzianowski und James Thompson begann im Clinch, aus dem Pudzianowski seinen Gegner zu Boden werfen konnte. Thompson schaffte es jedoch, sich aus der Side Mount zu drehen. Im Standkampf entlud sich Pudzianowski im wahrsten Sinne des Wortes mit einer Reihe von Schlägen. In die Ringecke gedrängt, ließ Thompson sogar seine Deckung im Fäustehagel fallen, schaffte es aber noch einmal, seinen Gegner wegzustoßen. Was bereits im Kampf gegen Tim Sylvia deutlich wurde, zeigte sich für Pudzianowski auch in diesem Kampf. Er atmete nach seiner Offensive deutlich schwerer und konnte von seinem Gegner mit Leichtigkeit zu Boden gebracht werden. Thompson arbeitete mit Ground and Pound und versuchte sich an einem Rear Naked Choke. Die Ringglocke rettete Pudzianowski jedoch in die nächste Runde.

Dem polnischen Kultstar fiel es in der kommenden Runde schwer, seine Deckung oben zu halten, was Thompson sich zu Nutzen machen konnte. Nach einer Schlagserie beförderte der Engländer seinen Gegner auf die Matte und konnte einen Arm Triangle Choke ansetzen. Pudzianowski klopfte sofort ab.

Jan Blachowicz vs. Toni Valtonen

Blachowicz gelang direkt nach Kampfbeginn ein Takedown. Aus der Side Mount erklomm er den Rücken seines Gegners und versuchte einen Rear Naked Choke anzusetzen. Valtonen schaffte es, sich herauszudrehen, wurde jedoch nach etwas Ground and Pound wieder in die vorherige Position gebracht. Blachowicz beendete die Runde mit harten Schlägen aus der Back Mount.

Mit zwei krachenden Uppercuts leitete Blachowicz den zweiten Durchgang ein. Valtonen versuchte sich an einem Takedown, den Blachowicz erfolgreich abwehren konnte und seinerseits in der Side Mount landete. Erneut schnappte sich der Pole den Rücken seines finnischen Gegners. Diesmal gelang der Rear Naked Choke, aus dem sich Valtonen nicht mehr befreien konnte.

Michal Materla vs. James Zikic

In einem Schlagabtausch zu Beginn der ersten Runde konnte Michal Materla einige harte Treffer landen. Nach einem Takedown verweilte Materla die restliche Runde mit Ground and Pound in der Half Guard.

Auch die zweite Runde begann mit einem hart geführten Schlagabtausch. Nach einem linken Uppercut konnte Materla seinen Gegner schwer ins Wanken bringen. Zikic versuchte sich an einem Takedown, den sein Gegner abwehren konnte. Nach einem erneuten Schlagabtausch brachte Materla seinen Gegner zu Boden und verweilte für den Rest der Runde in der Side Mount. Nach zwei Runden erklärten die Punktrichter Michal Materla einstimmig zum Sieger.

Artur Sowinski vs. Cengiz Dana

Cengiz Dana aus dem Combat Club Cologne und Artur Sowinski lieferten sich in Runde eins einen reinen Standkampf. Sowinski landete einige Kombinationen, während Dana mit einigen Headkick-Versuchen erfolglos blieb.

In der zweiten Runde konnte Dana seinen Gegner mit einem Slam zu Boden bringen. Der Pole setzte einen Armbar an, aus dem sich Dana erfolgreich befreien konnte und wieder auf die Beine kam. Nach einem Axekick auf den am Boden liegenden Sowinski folgte der Versuch eines Double Stomps. Sowinski nutzte den Fehlversuch zum Aufstehen und erwischte Dana kurz danach mit einem Knie direkt unter der Gürtellinie. Dana ging schreiend zu Boden, konnte den Kampf jedoch nach einer längeren Erholungspause weiterführen. Er versuchte direkt, Sowinski auf den Boden zu bringen, was dieser jedoch erfolgreich mit einem eigenen Takedown kontern konnte. Sowinski sicherte sich den Rücken von Dana und versuchte den Rear Naked Choke durchzuziehen. Mit dem Erklingen der Ringglocke endete der Kampf und die Punktrichter waren sich einig. Sieger nach Punkten: Artur Sowinski.

Attila Vegh vs. Grigor Aschugbabjan

Nach einer kurzen Abtastphase erwischte Attila Vegh seinen Gegner mit einem Tritt direkt unter der Gürtellinie. Aschugbabjan bekam eine kurze Erholungspause und deutete an, dass er den Kampf weiterführen kann. Beide warfen nun mit großen Schwingern um sich, landeten jedoch keine effektiven Treffer. Veigh verteilte wieder einige Lowkicks und erwischte seinen Gegner erneut im Genitalbereich. Nach einer kurzen Pause konnte es weitergehen. Aschugbabjan ging nun aggressiver vor, wurde allerdings auf den Boden befördert. Dort beendete die Ringglocke die Runde.

Im zweiten Durchgang setzte Vegh seinem Gegner mit einer Reihe von Knien gegen den Kopf zu und brachte ihn dann mit einem Schlag zu Boden, wo Aschugbabjan sich die Hände vors Gesicht hielt. Der Ringrichter ging dazwischen und erklärte Vegh zum Sieger, obwohl Aschugbabjan beteuerte, ins Auge gestochen worden zu sein.

Marcin Rózalski vs. Sergey Shemetov

Im ersten Kampf des Abends setzte Sergey Shemetov seinem Gegner von Beginn an mit harten Schlägen und Tritten zu. Ein rechter Schwinger erwischte seinen Gegner am Kopf und brachte ihn ins Schwanken. Er setzte mit Knien gegen den Kopf nach, ging jedoch auf einmal zu Boden und deutete eine Verletzung am Arm an. Nach nur etwas über einer Minute musste der Ringrichter den Kampf abbrechen und Rózalski zum Sieger durch TKO aufgrund einer Verletzung erklären.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

KSW 16: "Pudzianowski vs. Thompson"
21. Mai 2011
Ergo Arena in Danzig, Polen


Mamed Khalidov bes. Matt Lindland via Guillotine Choke in Rd. 1
James Thompson bes. Mariusz Pudzianowski via Arm Triangle Choke in Rd. 2
Jan Blachowicz bes. Toni Valtonen via Rear Naked Choke in Rd. 2
Michal Materla bes. James Zikic nach Punkten (einstimmig)
Artur Sowinksi bes. Cengiz Dana nach Punkten (einstimmig)
Attila Vegh bes. Grigor Aschugbabjan via TKO in Rd. 2
Marcin Rozalski bes. Sergey Shemetov via TKO in Rd. 1