MMA - Europa

Stefan Struve will als nächstes Fabricio Werdum

Nachdem „Skyscraper“ Stefan Struve Samstagabend im Hauptkampf von UFC on Fuel TV 5 Stipe Miocic per TKO in Runde zwei stoppen konnte, hat er seinen Blick nun auf größere Ziele gerichtet. Auf der Abschlusspressekonferenz zum Event verkündete er: „(Fabricio) Werdum wäre ein toller Kampf für mich!“

Struve und Miocic lieferten sich vor allem in Runde zwei eine Schlacht in bester Rocky-Manier, tauschten Bomben und standen beide immer wieder am Rand eines Knock-outs, wofür beide 40.000 US-Dollar für den Kampf des Abends einstrichen. Auf der Abschlusspressekonferenz bewertete Struve seine Leistung realistisch. Seine enormen Reichweitenvorteile nutzte der Holländer zu wenig, von den im Medientraining gezeigten brachialen Kicks sah man im Kampf keinen einzigen.

„Ich hätte mehr Kicken sollen“, so Struve. Und weiter: „Ich bin aber froh, einen Boxer ausgeknockt zu haben.“

Das Ende kam in Runde zwei, als Struve nach einem Ausrutscher Miocics mit einer krachenden Geraden attackierte und immer wieder mit Aufwärtshaken nachgesetzt. Dass er ein Versehen seines Gegners zum eigenen Vorteil nutzte, sieht er dabei nicht Fehler:

„Selbst wenn er ausgerutscht, er war vorher schon im Rückwärtsgang, weil ich Druck gemacht habe und ihn stellen wollte.“

Dass er die erste Runde gut und gerne abgegeben haben könnte, ist dem „Skyscraper“ bewusst. Da er sich nach diesem Sieg über Miocic nach den Worten Dana Whites in den Top Fünf und Sechs der UFC-Schwergewichtsklasse befindet, werden die Gegner nun deutlich schwerer – und könnten Schwächephasen, wie in der ersten Runde, gnadenlos ausnutzen. Doch laut Struve ist seine persönliche Entwicklung als Kämpfer noch lange nicht abgeschlossen, das Projekt „Skyscraper“ ist noch immer im Werden begriffen. Die ganz großen Kämpfe können also noch warten.

„Ich bin 24 Jahre alt, ich habe keine Eile“, so Struve. „Das war mein 24. Profisieg, ich habe fünf meiner sechs letzten Kämpfe gewonnen. Habt ihr eine Vorstellung davon, was ich in fünf oder sechs Jahren zu leisten imstande sein werde?“

Eine Vorstellung, gegen wen er als nächstes ins Octagon steigen möchte, hat Struve bereits:

„Werdum wäre ein toller Kampf für mich“, so Struve. „Ich bin mir sicher, dass ich ihm am Boden beikommen und ihn im Stand ganz schön aufmischen könnte.“