MMA - Europa

Skandalkampf in Sarajevo

Ricco Rodriguez war nicht einverstanden mit der Entscheidung des Ringrichters. (Foto: Nedim Grabovica / klix.ba)

Es sollte das große Duell zweier ehemaliger UFC-Kämpfer werden. Am Samstagabend standen sich in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo Ricco Rodriguez und Denis Stojnic gegenüber. Das Gefecht endete sehr umstritten in einem T.K.o.-Sieg Stojnics. Mittlerweile wurde das Urteil in ein No Contest umgewertet.

Was war passiert? Zum Ende der ersten Runde sicherte sich Stojnic, der nach seiner Zeit bei der Ultimate Fighting Championship einiges an Kilogramm zugelegt hat, die Oberlage und schlug aus der Sidemount einige Schläge auf Ricco Rodriguez. Der ehemalige Titelträger im Schwergewicht war davon nicht gezeichnet. Trotz allem ging der Ringrichter dazwischen und beendete das Duell zum Unmut des Amerikaners, der beim Verlassen des Rings noch einen Mittelfinger zeigte.

Im Nachhinein sah auch der Ringrichter seine Fehlentscheidung ein. Er gab an, dass er die Situation falsch beurteilt hatte und dachte, dass Rodriguez schwer gezeichnet sei. Außerdem gab er zu mit der Situation überfordert gewesen zu sein. Immerhin musste er ein Duell seines Freundes und Idols Stojnic beurteilen. Nach Sichtung des Videomaterials meinte er allerdings, dass er falsch lag und er nicht wüsste warum er die Situation so falsch eingeschätzt habe.

Stojnic, der eigentliche Nutznießer der Situation, sah es ähnlich. Er stimmte zu, dass Rodriguez nicht K.o. war und bot seinem Gegner einen Rückkampf an. Der Kämpfer der auch gleichzeitig Veranstalter war, hat sich mittlerweile auch auf ein solches Duell mit dem Weltenbummler verständigt. Dieses soll im Februar oder März in Sarajevo stattfinden. Er selber möchte dieses Duell allerdings nicht promoten und es soll ein erfahrener internationaler Ringrichter engagiert werden.