MMA - Europa

SAFE MMA

SAFE MMA

In Großbritannien existiert seit Oktober 2012 eine Initiative zugunsten der Gesundheit und des Schutzes von MMA-Kämpfern: SAFE MMA. Dieses gemeinnützige Projekt soll britische MMA-Veranstaltung sicherer und regulierter machen – eine in Europa einzigartige und beispielhafte Initiative.

In den USA überwacht und kontrolliert der Staat den MMA-Sport. In Großbritannien, wie auch in Deutschland, dürfen die Veranstalter noch immer schalten und walten wie sie wollen – auch hinsichtlich medizinischer Vorschriften. An dieser Stelle kommt SAFE MMA ins Spiel.

SAFE MMA hat einen medizinischen Kämpferpass entwickelt, der allen teilnehmenden Sportlern folgende Leistungen ermöglicht:
- jährlicher Gesundheitscheck
- halbjährliche Blutuntersuchung
- medizinische Untersuchungen vor und nach dem Kampf
- vertrauliche Datenbank mit Informationen über den aktuellen medizinischen Stand der Sportler
- Mitgliedsveranstalter verpflichten  nur Sportler, die an SAFE MMA teilnehmen
- Mitgliedsveranstalter setzen die medizinischen Suspendierungen der Sportler durch
- Zugang zu sportmedizinischen Experten

SAFE MMA hindert Kämpfer daran, kurz nach einem Knockout oder einer Verletzung schon wieder zu kämpfen. Durch die von SAFE MMA durchgeführten Tests und Untersuchungen treten auf den Veranstaltungen nur 100% gesunde Kämpfer an. Beides minimiert das Risiko ernsthafter gesundheitlicher Schäden.

Die drei größten MMA-Organisationen Großbritanniens – Cage Warriors, BAMMA und UCMMA – haben ihr Konkurrenzdenken zugunsten von SAFE MMA fallen gelassen und sich der Initiative angeschlossen, die von Englands bekanntestem Ringrichter Marc Goddard und der Profikämpferin Dr. Rosi Sexton ins Leben gerufen wurde.

„Seit den ersten Gedankengängen war mir unser Ziel klar: Die Sicherheitsvorkehrungen im MMA-Sport in Großbritannien zu erhöhen und zu erhalten“, so Goddard. „Es ist wichtig, den Kämpfern eine Umgebung zu schaffen, in der sie sicher kämpfen können.“

Unterstützung erhält SAFE MMA von Dr. Michael Loosemore, welcher für den englischen Amateur-Box-Verband arbeitet und Oberster Gesundheitsbeamte bei den Commonwealth Games ist sowie von Prof. Greg Whyte, einem der führenden britischen Sportmediziner.

„Dieses Projekt ist ein großer Schritt nach vorne“, so Jude Samuel, der Matchmaker von BAMMA. „Verschiedene Veranstalter haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsame Probleme zu lösen. In einem sind wir uns alle einig: Die Gesundheit unserer Kämpfer steht an oberster Stelle.“