MMA - Europa

Roberto Soldic verliert umstritten gegen ungeschlagenen Weltmeister

Russland-Auftritt von Roberto Soldic endet umstritten (Foto: Tech-Krep FC)

Die 23. Ausgabe von „Tech-Krep FC“ sollte der große Durchbruch für Roberto Soldic werden. In Krasnodar traf das aufstrebende MMA-Talent aus Düsseldorf auf den in 16 Profi-Kämpfen ungeschlagenen Yaroslav Amosov. Dem spannenden Kampf gegen den zweifachen Weltmeister im Combat Sambo folgte jedoch ein für den Deutschen unbefriedigendes Ende.

Für Soldic war der Auftritt im fernen Russland der bislang größte seiner noch jungen Karriere. Nervosität war jedoch eher bei seinem Kontrahenten zu erkennen, der bisher nur einem Gegner mit mehr professionellen Kämpfen als Soldic im Ring gegenübergestanden hatte.

Dementsprechend verhalten begann der erste Durchgang. Während Amosov kaum Aktionen vorweisen konnte, brachte Soldic erste Führhände und linke Geraden ins Ziel. Die einzige offensive Bemühung seines Kontrahenten, einen Double-Leg-Takedown, wehrte der Kämpfer aus der University of Fighting zudem erfolgreich ab.

In der zweiten Runde tauten beide Athleten mehr auf und lieferten sich ein enges Duell im Stand. Die letzten zwei Minuten nutzte Amosov dann, um den 21-Jährigen Düsseldorfer zu Boden zu bringen und dort mit GroundandPound zu punkten.

Die letzten fünf Minuten dagegen war es wieder Soldic, der dem Kampf im Stand seinen Stempel aufdrücken konnte. Seine Bemühungen wurden jedoch von den Punktrichtern nicht belohnt, die den engen Kampf für Yaroslav Amosov werteten.

Ein Urteil, mit dem nicht alle zufrieden waren. UFD-Manager Ivan Dijakovic äußerte sich GNP1.de gegenüber wie folgt: Der Junge macht den Hauptkampf in Russland, kämpft um den Titel bei Tech-Krep gegen den zweifachen Combat Sambo Weltmeister und in 16 MMA-Kämpfen ungeschlagenen Yaroslav Amosov, davon 15 vorzeitig gewonnen, und Roberto gewinnt den Kampf und wird um den Sieg betrogen. Jeder, der den Kampf gesehen hat, sogar der Manager von Fight Nights hat gesagt, dass Roberto nach Runden 2:1 gewonnen hat. Es war eng, aber Roberto war besser. Er hat neun Minuten lang die Ringmitte gehabt.“

Mit dieser umstrittenen Niederlage bleibt Russland ein schlechtes Terrain für deutsche Athleten. Neben Soldic verloren in der vergangenen Woche auch Daniel Dörrer und Ruben Wolf ihre Kämpfe im größten Land der Welt (GNP1.de berichtete).