MMA - Europa

Pudzianowski ist zurück

Mariusz Pudzianowskis KSW-Karriere geht weiter, kein dritter Kampf gegen McCorkle geplant. (Foto: Nazariy Kryvosheyev)

Groundandpound-TV sprach mit dem polnischen Superstar Mariusz Pudzianowski über seinen Sieg bei KSW 24 und seine Zukunft im MMA-Sport. Und so viel ist sicher: „Pudzian“ ist noch lange nicht am Ende.

Nachdem Mariusz Pudzianowski bei KSW 23 eine herbe Submission-Niederlage gegen Sean McCorkle einstecken musste, konnte er im Rückkampf am vergangenen Samstag einen Punktsieg einfahren und schöpfte damit offenbar neuen Mut für seine MMA-Karriere.

„Ich bleibe im MMA“, verkündete er vor der Groundandpound-TV-Kamera überschwänglich, nur wenige Sekunden nach seinem Sieg, auf seinem Weg vom Ring zurück in die Kabine.

Der mehrfache Strongman-Champion musste sich seit Beginn seiner MMA-Karriere immer wieder harsche Kritik gefallen lassen: fehlendes Talent, mangelnder Fleiß im Training, handverlesene Gegner, astronomische Gagen. Zuletzt wurden Gerüchte laut, die KSW-Chefetage um Martin Lewandowski und Maciej Kawulski wolle ihr einstiges Zugpferd loswerden. Plausibel wäre es.

Die polnischen Fans interessieren sich schon länger eher für Kämpfer wie Mamed Khalidov oder Michal Materla, sind mit dem Sport gewachsen und wollen nun mehr Kampf und weniger Show. Pudzianowski generiert nicht mehr genug Interesse, um seine riesigen Gehaltsschecks zu rechtfertigen.

Doch die alte Jahrmarktsattraktion ist noch nicht bereit, ausrangiert zu werden. „Ich habe viel Trainiert, vor allem viel Jiu-Jitsu“, so Pudzianowski im Groundandpound-TV-Interview, nach der Pressekonferenz von KSW 24. „Ich habe mich dieses Mal genau an die taktischen Vorgaben gehalten, beim letzten Mal war ich einfach zu wild.“

Er will weiterkämpfen, erklärte er stolz. Gegen wen, ließ er offen. Ein weiterer Rückkampf gegen Sean McCorkle würde Sinn machen, immerhin steht es nun eins zu eins zwischen beiden Schwergewichten. McCorkle erklärte Groundandpound jedoch nach dem Kampf, dass es dazu nicht kommen wird.

„Ich habe um einen dritten Kampf gebeten, aber [KSW hat] abgelehnt. Die haben gesagt, der Kampf war zu langweilig.“

Eine weitere interessante Option wäre ein Duell gegen den bei KSW 24 frisch gekrönten Schwergewichtschampion Karol Bedorf. Der ADCC-erfahrene Grappling-Spezialist würde die frisch gewonnen BJJ-Kenntnisse „Pudzians“ jedoch  arg auf die Probe stellen.

Und so bleibt nur ein weiteres ausrangiertes Schwergewicht aus dem weltweiten MMA-Zirkus. Oder Judo-Olympiasieger Pawel Nastula, der Bedorf bei KSW 24 unterlag. Der polnische Volksheld gab in der zweiten Runde auf, weil er konditionell nicht mehr in der Lage war, aufzustehen.

Zwei polnische Megastars, limitiert im Ring. Das klingt nach einem perfekten zukünftigen KSW-Hauptkampf – und Wasser auf den Mühlen der Kritiker.

Das komplette Interview mit Mariusz Pudzianowski:

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