MMA - Europa

Politik kämpft in Serbien gegen MMA

Tesla Challenger 2

Nicht nur in Deutschland versuchen vereinzelt Politiker, dem MMA-Sport Steine in den Weg zu legen. Auch in Serbien hat diese Art des Kampfsports noch nicht dieselbe Akzeptanz von Politik und Bevölkerung erreicht wie in den USA, Japan oder Brasilien. In der Provinz Vojvodina haben die MMA-Befürworter mit einem besonders energischen Gegner des MMA-Sports zu kämpfen.

Milorad Dokmanac, der für das Sportministerium Vojvodinas arbeitet,  ist die treibende Kraft hinter dem MMA-Verbot in Serbien. Er sieht in den Mixed Martial Arts keine seriöse Sportart, sondern eine „willkürliche Prügelei“, die die „Jugend negativ beeinflusst“.

Dokmanac hat bereits MMA-Clubs zu saftigen Geldstrafen verdonnert oder sogar schließen lassen. Nun bewirkte er zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn die Absage eines Events der Tesla Fighting Championship, der am 23. Dezember in Vrsac, einer Stadt in der Vojvodina, stattfinden sollte.

Der lokale Veranstalter und Hauptkämpfer von „Tesla Challenger II“, Svetislav Nikolajev, verlieh seinem Unmut über die Absage mittels Facebook Ausdruck. Er kritisiert den „Ringer mit politischem Einfluss“ Dokmanac, für seine MMA-Feindlichkeit keine objektiven Gründe zu nennen. Zusätzlich kündigte er an, dem MMA-Sport weiterhin als Kämpfer und Veranstalter treu bleiben zu wollen – falls dies gegen das Gesetz verstoßen würde, würde er seinen Sport bis vor dem obersten Gericht verteidigen.

Die WFC-Veteranen Aleksandar Radosavljevic und Dragan Tesanovic, die Tesla FC leiten, haben sich zu der Angelegenheit noch nicht öffentlich geäußert.