MMA - Europa

MMA-Verbot in Serbien

Das serbische Parlament hat rückwirkend zum 31. März 2011 ein Gesetz verabschiedet, „Free Fight im Käfig“ und „ähnliche Events“ zu veranstalten und aktiv daran teilzunehmen. Die Zukunft des MMA-Sports in dem südosteuropäischen Land ist nun dank des §158 des serbischen Sportgesetzes ungewiss.

Anfang dieser Woche soll es in der Hauptstadt Belgrad eine Anhörung im Sportministerium geben, in der die serbischen Sportler und MMA-Unterstützer gegen dieses Gesetz vorgehen wollen.

Um sich Gehör zu verschaffen, rufen manche Sportler sogar zum Streik auf: Mit MMA-Shorts und Faustschützern bekleidet wollen sie die Hauptverbindungen in Belgrad durch Staus blockieren. Andere wiederum planen ein öffentliches Training vor dem Sportministerium, um den Politikern den MMA-Sport näher zu bringen.

Das Verbot überschattet das Debüt der slowenischen World Freefight Challenge, die am 17. April in Belgrad zum ersten Mal in Serbien veranstalten will. WFC 13 wird nach aktuellen Informationen jedoch wie geplant stattfinden. Die Organisatoren berufen sich darauf, dass es sich bei ihrer Veranstaltung um „Mixed Martial Arts im Ring“ und nicht um „Free Fight im Käfig“ handelt. Sie haben sich zudem bereit erklärt, etwaige Änderungen am Regelwerk in Kauf zu nehmen, um den Wünschen der Politiker entgegenzukommen.

Unterstützt könnt ihr das Anliegen der serbischen Sportler und Fans auf der extra eingerichteten Facebookseite „Legalizujmo MMA u Srbiji“.

Vielen Dank für die Mithilfe an diesem Artikel an Daniel Milinovic von fight-club.at!