MMA - Europa

MMA-Verbot in Frankreich wird zum 1. Januar 2020 aufgehoben

Drei Jahre lang war der MMA-Sport in Frankreich faktisch verboten. Zwar konnten die Athleten weiterhin MMA trainieren, Veranstaltungen mit Kampfsportarten, in denen am Boden geschlagen oder Ellenbogen eingesetzt werden, waren seit der Veröffentlichung eines Amtsblattes von 2016 verboten. Dieses Verbot fällt nun zum 1. Januar 2020.

So verkündete die französische Sportministerin Roxana Maracineanu via Twitter, dass das Verbot zum 1. Januar 2020 falle, der MMA-Sport sowohl auf Amateur- als auch Profi-Basis von da an anerkannt werde und man sich nun Gedanken darüber machen werde, welcher nationale Verband die Regulierung des Sports übernehmen werde.

Bis zum 27. September können interessierte französische Verbände ihre Anträge einreichen, anschließend wird ein Panel aus unabhängigen und qualifizierten Juroren die Anträge bewerten und eine Empfehlung an die Sportministerin abgeben. Anfang Dezember soll sich zudem auch das Nationale Olympische Komitee dazu äußern, bevor dann am 31. Dezember eine Entscheidung bekanntgegeben wird, schreibt die Tageszeitung Le Parisien.

Der ausgewählte Verband soll vorerst für zwei Jahre die Verantwortung über den Sport innehaben. Ab dem 1. Januar dürfen dann offiziell MMA-Veranstaltungen stattfinden. Bisher mussten Kämpfer stets über die Landesgrenzen hinaus reisen, um im Käfig ihr Können zu zeigen. Laut dem Parisien sollen in Frankreich derzeit etwa 40.000 Menschen in MMA-Gyms trainieren.

„Diese Entscheidung verändert unser Leben“, wird der französische GMC-Champion Taylor Lapilus zitiert. „Ich bin 27 Jahre alt, betreibe den Sport seit zehn Jahren und habe noch nie zuhause gekämpft. Ich muss immer in die USA und das andere Ausland reisen. Wenn ich gewinne, bekommt es niemand mit. Man respektiert uns im Ausland nicht, weil der Sport bei uns verboten ist. Aber das ist jetzt vorbei. Was für eine schöne Nachricht.“

Schon im kommenden Jahr sollen wieder Kämpfe auf französischem Boden stattfinden. Und wer weiß, vielleicht könnte das gefallen Verbot auch die UFC auf den Plan rufen. Im Kader stehen mehrere Kämpfer aus Frankreich und der Markt dürfte nicht nur groß, sondern nach all den Jahren auch heiß auf eine UFC-Veranstaltung in Frankreich sein.