MMA - Europa

Mamed Khalidov: „Ich wusste nichts von Aziz Karaoglus Verletzung!“

Mamed Khalidov (Foto: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Die erste Titelverteidigung ist unter Dach und Fach für KSW-Champion Mamed Khalidov. Der 35-Jährige holte gegen Herausforderer Aziz Karaoglu seinen zwölften Sieg in Folge, wenn auch mit einem bitteren Nachgeschmack. Nicht nur das Urteil warf Fragen auf. Auch Khalidovs wiederholte Attacken gegen Karaoglus verletztes linkes Knie ließen den Schluss zu, dass der Titelverteidiger bestens informiert den Käfig betrat.

„Ich wusste nichts von der Verletzung,“ bestreitet Khalidov die Vermutungen im Anschluss an den Kampfabend in Danzig. „Ich habe gesehen, dass seine Knie bandagiert sind, daher dachte ich mir schon, dass da nicht alles in Ordnung ist. Aber ich wusste nicht, welches Bein verletzt ist. Ich kicke immer gegen das vordere Bein, das ist Standard im MMA. Und der Leglock ist eine meiner Spezialitäten, da greife ich immer das gleiche Bein an.“

Sein Gegner Aziz Karaoglu sah das ganz anders. Uns verriet Karaoglu, dass Khalidov über die Verletzung Bescheid gewusst habe, schließlich sei ein Mitarbeiter von KSW bei der ärztlichen Untersuchung am Mittwoch dabei gewesen. Das alles wäre jedoch nicht so schlimm gewesen, hätten die Punktrichter genauso entschieden wie die Fans in der Halle. Diese begleiteten die Mehrheitsentscheidung zu Gunsten des Champions mit lautstarken Buhrufen.

Er selbst legte Karaoglu anschließend seinen Gürtel um die Schulter. Dementsprechend enttäuscht war Khalidov von seinem Kampf: „Die Punktrichter haben entschieden. Ich war kein Punktrichter und habe den Kampf nicht sehen können, weil ich selbst im Käfig war. Aber ich fühle mich nicht wie ein Sieger. Ich konnte nicht meinen Kampf kämpfen, sondern habe Aziz erlaubt, dem Kampf dem Stempel aufzudrücken. Ich bin nicht mit meiner Leistung zufrieden.“

Das komplette Interview mit dem alten und neuen KSW-Champion findet ihr hier: