MMA - Europa

M-1 Challenge 57: Pütz stoppt Tybura, Coga unterliegt

Stephan Pütz triumphiert in Orenburg (Foto: Mark Bergmann/Groundandpound.de)

Champion gegen Champion hieß es heute im russischen Orenburg bei der M-1 Challenge 57. In einem Superfight standen sich der polnische Schwergewichtschampion Marcin Tybura und der Halbschwergewichtschampion Stephan Pütz vom MMA Spirit gegenüber. Zuvor setzte Maxim Divnich seinen Leichtgewichtstitel gegen Mansour Barnaoui aufs Spiel und Max Coga stellte sich Magomed Idrisov.

Nur wenige Sekunden dauerte es, da lagen die beiden Champions bereits auf der Matte und Tybura fing an, seinen leichteren Gegner zu bearbeiten. Pütz deckte sich gut, konnte aber nicht verhindern, dass sich Tybura seinen Rücken sicherte. Erst in der letzten Minute gelangte Pütz in die Oberlage und brachte von dort aus Schläge an. Im zweiten Durchgang sollte Tybura deutlich mehr Mühe beim Takedown haben. Pütz kämpfte sich immer wieder nach oben und landete im Clinch einen schönen Uppercut und kurze Körpertreffer. In der Mitte der Runde konnte der Pole jedoch erneut einen Takedown landen und Pütz am Boden halten.

Das Ende des Kampfes folgte dann bereits in der dritten Runde und wie schon in seinen letzten Kämpfen, sollte sich Pütz' Aufholjagd bezahlt machen. Erneut suchte Tybura den Clinch, um die Auseinandersetzung auf die Matte zu verlagern. Dieses Mal ließ sich Pütz jedoch nicht werfen, wehrte Tyburas Versuche ab und ließ eine heftige Salve aus Schlägen und Kniestößen auf den Schwergewichtschampion einprasseln. Der Kampf musste unterbrochen werden, damit ein von schweren Treffern gezeichneter Tybura von den Ringärzten untersucht werden konnte. Diese stellten einen Bruch der Nase fest und ließen den Polen nicht weiterkämpfen, sodass Stephan Pütz in der dritten Runde zum Sieger erklärt wurde.

Barnaoui holt sich das Gold im Leichtgewicht

Nur eine knappe Runde dauerte der Titelkampf im Leichtgewicht zwischen Champion Maxim Divnich und Herausforderer Mansour Barnaoui, die hatte es dafür aber in sich. Beide Kämpfer agierten ohne Rücksicht auf Verluste und tauschten Schläge und Kniestöße aus. Nachdem Divnich anfangs mit harten Treffern gut in den Kampf kam und Barnaoui durchrüttelte, übernahm der Franzose das Steuer und setzte dem Russen vor allem im Clinch zu. Dort landete er dann auch ein verheerendes Knie, dass Divnich auf die Matte zwang. Barnaoui kam in die Mount und schlug dort so lange auf Divnich ein, bis der Ringrichter den Kampf abbrechen musste. Damit verlor Divnich nicht nur seinen Leichtgewichtstitel, sondern auch seine bisher perfekte Bilanz.

Coga unterliegt Idrisov

Zurück auf Start heißt es für Max Coga. Der Kämpfer vom MMA Spirit, der in seinem letzten Kampf dem hoch eingeschätzten Ukrainer Pavel Vitruk die erste Niederlage beibringen konnte, musste sich in Orenburg Magomed Idrisov geschlagen geben. In einer zähen Begegnung konnte Coga nicht die nötigen Akzente im Stand setzen, sondern wurde von Idrisov immer wieder in den Clinch gezwungen und dort kontrolliert oder zu Boden gebracht. Auch eine Guillotine im Stand führte nicht zum Erfolg für den Frankfurter, der sich am Ende dem Urteil der Punktrichter beugen musste.

Die Ergebnisse im Überblick:

M-1 Challenge 57: Battle In The Heart Of The Continent
2. Mai 2015
Orenburg, Russland

Stephan Pütz bes. Marcin Tybura via T.K.o. (Abbruch durch den Ringarzt) in Rd. 3

Leichtgewichtstitelkampf
Mansour Barnaoui bes. Maxim Divnich via T.K.o. (Schläge) nach 4:47 in Rd. 1

Alexei Kunchenko bes. Dez Parker via T.K.o. (Schläge) nach 2:55 in Rd. 1
Magomed Idrisov bes. Max Coga einstimmig nach Punkten
Nikita Chistyakov bes. Moktar Benkaci mehrheitlich nach Punkten

Murad Mirzabekov bes. Fabrice Dato via T.K.o. (Schläge) nach 1:00 in Rd. 1
Kurban Ibragimov bes. David Trallero via T.K.o. (Schläge) nach 2:36 in Rd. 2
Damir Ismagulov bes. Sergei Andreev einstimmig nach Punkten
Rashid Yusupov bes. Mitry Medvedev via K.o. (Schlag) nach 1:32 in Rd. 1
Adam Yandiev bes. Dmitry Adeev via Guillotine Choke nach 1:04 in Rd. 1
Shavkat Rakhmonov bes. Bartosz Chyrek via K.o. (Schläge) nach 2:51 in Rd. 1
Timur Nagibin bes. Akmaljon Mamurov via K.o. (Schläge) nach 1:05 in Rd. 1