MMA - Europa

KSW: Wir sind bereit für die UFC!

KSW-Chef Maciej Kawulski (Foto) und Top-Star Mamed Khalidov im Interview. (Foto: Nazariy Kryvosheyev/Groundandpound.de)

Im kommenden Jahr wird die UFC einen ersten Schritt in den polnischen Markt setzen. Dort hat Konfrontacja Stzuk Walki seit Jahren die Vormachtstellung. Groundandpound-TV sprach im Anschluss an KSW 25 mit Mitbesitzer Maciej Kawulski über Konkurrenz mit der UFC, die Zukunft seiner Organisation, einen Superfight zwischen Mamed Khalidov und Michal Materla, Abu Azaitar und vieles mehr.

Wer im polnischen MMA-Geschäft Erfolg haben möchte, der benötigt bekannte Namen. KSW ist in Polen größer als der MMA-Sport – genau wie die Stars der Organisation. Wer eins und eins zusammenzählt, kann sich denken, dass Größen wie Karol Bedorf oder Michal Materla ganz oben auf der Wunschliste der UFC stehen dürften. Kämpfer, die auch essentiell wichtig für den Erfolg von KSW sind. Doch Mitbesitzer Maciej Kawulski bleibt gelassen:

„Wir haben in wenigen Tagen ein Meeting mit Gary Cook (UFC-Europa-Chef, d. Red.). [...] Wenn die UFC hier ihre Geschäfte machen möchte, ist das vollkommen in Ordnung. Wenn sie aber unseren Kämpfer wegnehmen wollen, dann wäre das eine Kriegserklärung. Aber dafür sind wir bereit.“

Das Interview mit Maciej Kawulski:

Bereit wäre Kawulski auch zu einem Superfight zwischen Mittelgewichtschampion Michal Materla und Mamed Khalidov. Es wäre der größte Kampf den die polnische MMA-Szene je gesehen hat. Doch bisher sind diesbezügliche Pläne immer wieder gescheitert:

„Wir ihr wisst, sind beide gute Freunde“, so Kawulski. „Ich würde diesen Kampf aber gerne sehen. Beide müssen begreifen, dass dies nur ein Job ist. Wenn sie sich im Training, im Sparring hauen können, dann können sie das auch hier im Ring. Ich glaube nicht einmal, dass Mamed so ein großes Problem damit hätte, das liegt er an Michal.“

Kurz darauf erklärte Khalidov selbst jedoch, dass es „niemals“ zu einem solchen Kampf kommen würde. Das Interview gibt es hier:

Zur Zukunft des einzigen deutschen Vertreters bei KSW, Abu Azaitar, äußerte sich Kawulski durchweg positiv. Azaitar hatte am Samstagabend sein Debüt in Polen gegeben und den langjährigen KSW-Veteranen Krzysztof Kulak per T.K.o. besiegen können. Damit empfahl sich das beste Mittelgewicht Deutschlands natürlich auch für einen Anlauf in der UFC, Kawulski würde seinen schlagkräftigen Neuzugang jedoch gerne selbst behalten.

„Ich hoffe, Abu lässt das mit der UFC und überlegt sich gut, was er in Zukunft tun wird. Wir würden uns über eine engere Beziehung mit ihm sehr freuen und er könnte es hier bei KSW weit bringen – sogar bis zum Titel.“

Sollte Azaitar bei KSW bleiben, wäre er der ideale Headliner für einen potentiellen Deutschland-Event von KSW, über den seit längerem gemunkelt wird. Wie es darum steht, erklärte Kawulski kurz und knapp:

„Ihr (in Deutschland) habt ja noch das Problem mit dem Fernsehverbot. Wir könnten natürlich eine Show dort veranstalten und nur unseren Sender mitbringen, aber es wäre doch schön, wenn auch bei euch ein Sender übertragen würde. Wir warten also praktisch nur auf euch.“