MMA - Europa

"Emelianenko ist eine Laune der Natur!"

Sergei Kharitonov im Team Golden Glory Zipper. (Foto via mmaoctagon.ru)

Uneingeweihten wird diese Neuigkeit recht trivial erscheinen, doch wer sich bereits über Aleksander Emelianenkos Hepatitis-Mythos in den vergangenen Monaten informiert hat, wird erstaunt sein über dieses neue Kapitel der Geschichte.

Aleksander Emelianenko, der kleine Bruder des großen Fedor Emelianenko, ist dafür bekannt, ohne Zweifel der Verrückte der beiden Russen zu sein. Nach eigener Aussage jagt er Bären durch Wälder, ist dabei nur mit einem Messer bewaffnet. Außerdem verlor er seine Schneidezähne in einer russischen Gameshow, als er sich mit einem ausgewachsenen Bullen anlegte. Er trägt somit das Gütesiegel „Badass“ (zu dt. „harter Typ“), war für mehrere Jahre im Gefängnis und pflegt Gerüchten zufolge Kontakte zur russischen Mafia.

Kommen wir nun zur Hepatitis-Geschichte. Und ich denke, manch einer wird sich nach diesem Artikel testen lassen. Im vergangenen Jahr behauptete KSW Co-Besitzer Maciej Kawulski, dass ein möglicher Kampf von Emelianenko aufgrund dessen Hepatitis C-Erkrankung nicht zustande kam. Seitdem erwartet der Russe eine öffentliche Entschuldigung von Kawulski, garantiert, dass er nie an Hepatitis erkrankt sei und legte sogar Arztberichte offen, wie unsere Kollegen von Middleeasy berichten. In genau diese Wunde sticht nun Sergei Kharitonov, der scheinbar nichts anderes vor hat, als sich Emelianenko zum Feind zu machen.

„Aleksander ist ein Alkoholiker“, so Kharitonov. „Er prügelt sich in Bars und ist ein Hohlkopf, der sich nicht artikulieren kann. Zudem hat er noch Hepatitis C. Das ist der Grund. warum er international in keiner großen Organisation auftritt. Er hat kein Heim, kein Auto, keine Familie, er ist ein Penner, der sich bei Fedor durchschnorrt, eine Laune der Natur!“

Beide Kämpfer standen sich bereits einmal gegenüber, im Jahre 2006, bei der japanischen Organisation Pride FC, wo Kharitonov via TKO unterlag. „Zu dem Zeitpunkt hatte ich eine Schulterverletzung und habe den Kampf trotzdem angenommen. Die einzige Art, wie Aleks jemanden KO schlagen kann, ist mit seinem Alkohol-Atem.“

Aleksander Emelianenko (Foto via rotoevil.com)

Aleksander kündigte nun an, einen Bluttest im russischen Fernsehen machen zu wollen, in dem der Verlierer der Wette, wie in Mafia- oder Yakuza-Filmen, den kleinen Finger abhacken muss. „Kharitonov lügt“, so Emelianenko. „Er quatscht nur Bockmist, wahrscheinlich liegt das daran, dass er im Gay-Paradies in Amsterdam seinen Verstand verloren hat.“ Eine Anspielung auf Kharitonovs Training bei Team Golden Glory in Holland, dazu lästerte der Russe auch über Kharitonovs Fallschirmjäger-Ausbildung. „Er erzählt überall herum, dass er Fallschirmjäger ist, aber in Wahrheit ist er nur eine Armeeratte, die nie in den Kampf zieht und hinterm Schreibtisch sitzt. Er sollte sich lieber einen Clownshut aufsetzen.“

„Komm, Sergei, lass uns diesen Test machen“, so Emelianenko weiter. „Lass uns wetten. Wenn ich nicht positiv  getestet werde, wirst du dir deinen Finger abschneiden müssen. Sollte ich jedoch Hepatitis C haben, schneide ich mir den Finger im Fernsehen ab, vor all den live Zuschauern. So wird die Welt wissen, wer sich traut oder wer feige Gerüchte verbreitet. Wenn du die Wette nicht annimmst, weiß die Welt sowieso, wer hier der große Lügner ist.“ Ob beide Parteien sich einigen, ob es zur Finger-Wette kommt oder ob sich beide erneut im Ring gegenüber stehen werden, bleibt abzuwarten.