MMA - Europa

KSW: Schwierige Verhandlungen mit Michal Materla

Michal Materla (l.) und Martin Lewandowski (Foto: Dorian Szücs/Groundandpound.de)

Vergangene Woche veröffentlichte die polnische Organisation Konfrontacja Sztuk Walki das Plakat für ihre kommende Veranstaltung KSW 28, das Debüt in der Grenzstadt Stettin. Verwunderlich: Der Stettiner Superstar Michal Materla ist darauf nicht zu sehen. Grund dafür sind stockende Vertragsverhandlungen, wie KSW-Besitzer Martin Lewandowski nun erklärt.

„Wir sind in ständigem Kontakt (mit Materlas Management), aber die Verhandlungen verlaufen sehr zäh. Man muss sehen, wie sich das entwickeln wird“, so Lewandowski im Interview mit Groundandpound-TV, im Anschluss an KSW 27. „Der Kampf gegen Jay Silva war perfekt und Michal ist ein toller Kämpfer. Ich hoffe, er und seine Leute denken daran, was für sie auf dem Spiel steht und was sie verlieren oder verpassen könnten. Es ist schwer, all das zu erklären, weil ich natürlich nicht über Vertragsdetails sprechen kann.“

Auf Nachfrage, ob es bei den Verhandlungen auch um ein mögliches Engagement Materlas bei der UFC ginge, antwortete Lewandowski: „Ja, das ist die Hauptsache. Es gibt viele Punkte, das Geld, die UFC, die Gegner, die Karriere. [...] Wir hatten einfach nicht die Zeit, abzuwarten, bis sich all das geklärt hat, denn wir bewerben auf unseren Events immer schon die nächste Veranstaltung. Sagen wir es so: Im Moment haben wir ein paar ruhige Tage.“

Quellen aus dem KSW-Umfeld bestätigten Groundandpound.de gegenüber später, dass die Verhandlungen mit Materla und seinem Management in dieser Woche in die nächste Runde gehen werden. Der Vertrag des KSW-Zugpferds bindet ihn exklusiv an die polnische Organisation, umfasst derzeit aber eine Klausel, nach der er jederzeit in die UFC wechseln könnte. Materla verlangt nun offenbar mehr Geld, KSW will besagte Klausel aus dem Vertrag streichen. Eine Einigung zwischen beiden Parteien gab es bisher offenbar nicht, wenn man Lewandowskis Aussage interpretiert, welche Chance er für einen baldigen Einsatz Materlas sieht:

„In Stettin? Null. Er wird auf keinen Fall in Stettin kämpfen“, so der KSW-Chef. Zu KSW zurückkehren wird Materla laut Lewandowski allerdings definitiv: „Ja, ja, auf jeden Fall, er hat ja schließlich einen Vertrag mit uns, daran hat sich nichts geändert. Er würde gern etwas ändern, das ist richtig, aber für meinen Geschmack ein wenig zu viel. Und da hört es dann auf. Jede Verhandlung sollte mit einer Win-Win-Situation enden und danach sieht es im Moment nicht aus.“

KSW 28 wird am 4. Oktober in Stettin stattfinden. Eine offizielle Fightcard exisitert bisher nicht, auf dem Plakat sind jedoch u. a. Schwergewichtschampion Karol Bedorf, Rafal Moks und Marcin Rozalski abgebildet.

Das gesamte Interview mit Martin Lewandowski: