MMA - Europa

KSW London: Pudzianowski, Rozalski und McSweeney in London

Mit breiter Brust nach London: Mariusz Pudzianowski (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Am 31. Oktober verlässt der europäische Premium-Veranstalter Konfrontacja Sztuk Walki, kurz KSW, zum ersten Mal die polnische Heimat und hält eine Veranstaltung in der englischen Hauptstadt London ab. Damit die Premiere auch gelingt, schickt KSW nicht nur zahlreiche polnische MMA-Stars über die Nordsee, sondern bringt zudem auch bekannte Kämpfer aus Übersee nach Europa.

So bringt KSW das englische Schwergewicht James McSweeney (14-12) nach Hause. Der 34-Jährige ist Fans vor allem aus "The Ultimate Fighter 10" und der darauf folgenden Zeit in der UFC bekannt, in der der Standkämpfer während der Show Matt Mitrione zur Aufgabe brachte, bevor er gegen Roy Nelson K.o. ging. McSweeney verabschiedete sich mit einem Sieg und zwei Niederlagen aus der UFC und tingelte anschließend von Veranstalter zu Veranstalter, bis er vergangenes Jahr bei One FC unterschrieb, für die er drei Kämpfe absolvierte und zwei davon gewann.

Ihm steht der polnische Kickboxer Marcin Rozalski (5-3) gegenüber. Der Mann mit der markanten Ganzkörpertätowierung gehört bereits zum Inventar KSWs und musste im vergangenen Oktober nach drei Siegen in Folge zum ersten Mal wieder eine Niederlage einstecken, nachdem er sich im Duell mit Kickboxer Peter Graham eine Knieverletzung zuzog und nicht weiterkämpfen konnte. Gegen McSweeney darf man vom 36-Jährigen kein Grappling-Fest erwarten. Hier treffen zwei Schwergewichte aufeinander, die es im Stand krachen lassen.

Mankowski setzt Titel gegen Tsarev aufs Spiel

Ein KSW-Event ohne Titelkampf? Undenkbar. So wird in London der Titel im Weltergewicht auf dem Spiel stehen. Champion Borys Mankowski (17-5-1), seit Mai 2014 im Besitz des Gürtels, verteidigt seinen Titel nach Siegen über David Zawada und Mohsen Bahari zum dritten Mal. Herausforderer Michail Tsarev (29-4) konnte zuletzt fünf Siege in Folge in seiner russischen Heimat feiern und dabei unter anderem Xavier Foupa-Pokam und den UFC-Veteranen Dennis Hallman in der ersten Runde stoppen. Bereits im Februar sollte Tsarev seine Chance auf den Titel erhalten, eine Erkrankung verhinderte den Kampf gegen Mankowski.

Darüber hinaus finden sich auch zwei Bellator-Veteranen im Programm von KSW. Brett Cooper (20-11) bekommt nach seiner Niederlage im Dezember eine zweite Chance und trifft auf Maicquel Falcao (34-7). Beide unterlagen vergangenes Jahr Mittelgewichtschampion Mahmed Khalidov. Während es Cooper immerhin bis zu den Punktrichtern schaffte, musste Falcao bereits in der ersten Runde abklopfen. Der Brasilianer gewann zuletzt beim argentinischen Veranstalter Arena Tour gegen den einstigen UFCler Jesse Taylor.

Pudzianowski, Gamrot und Thompson noch ohne Gegner

Ebenfalls an den Start gehen wird der einstige stärkste Mann der Welt Mariusz Pudzianowski (9-3). Das 38-jährige Schwergewicht kann mittlerweile auf eine beachtliche Serie von vier Siegen zurückblicken, in deren Verlauf er unter anderem den olympischen Judoka Pawel Nastula und die früheren UFC-Kämpfer Rolles Gracie, Oli Thompson und Sean McCorkle bezwang. Ein Gegner steht bisher noch nicht fest.

Genauso ergeht es auch oben genanntem Oli Thompson (13-8). Der zweimalige UFC-Kämpfer und frühere Strongman konnte eine Serie von drei Niederlagen am Stück im April bei der japanischen Inoki Genome Federation beenden, das allerdings mit 20 Kilogramm Gewichtsvorteil gegen Ikuhisa Minowa. Der dritte Kämpfer im Bunde ohne Gegner ist das ungeschlagene Leichtgewicht Mateusz Gamrot (9-0). Der 24-Jährige bestreitet in London bereits seinen sechsten Kampf für KSW und kämpft zum zweiten Mal auf den britischen Inseln.

Das bisherige Programm im Überblick:

KSW: Road to Wembley
31. Oktober 2015
SSE Arena, London, England

Mariusz Pudzianowski vs. TBA

Titelkampf im Weltergewicht
Borys Mankowski vs. Michail Tsarev

Marcin Rozalski vs. James McSweeney
Brett Cooper vs. Maicquel Falcao
Mateusz Gamrot vs. TBA
Oli Thompson vs. TBA