MMA - Europa

KSW: London-Event im Februar geplant

Foto: Dorian Szücs/Groundandpound.de

In den vergangenen Monaten machte die Nachricht die Runde, die polnische Organisation Konfrontacja Stzuk Walki plane eine Veranstaltung in England. Besitzer Martin Lewandowski gibt nun Details dazu bekannt und erklärt: Auch Deutschland steht auf der Liste der KSW-Europa-Expansion.

„In den kommenden beiden Wochen werde ich an London arbeiten. Wenn sich nichts ändert und wir oder unsere Geschäftspartner nichts verbocken, wird 2015 in der Wembley Arena der erste Event sein, so viel kann ich bereits sagen.“

Im Februar kommenden Jahres will man laut Lewandowski den ersten KSW-Event in der britischen Hauptstadt abhalten. Damit würde man auch einem potentiellen UFC-London-Event aus dem Weg gehen, der vermutlich im März stattfinden wird. Berichten zufolge war das britische KSW-Debüt zunächst ebenfalls im März geplant. 

Auch erste Details zum London-Event gab Lewandowski bereits Preis, so wird der bei KSW 27 eingeführte Käfig zunächst nicht zum Einsatz kommen: „Wir werden wohl erst einmal beim Ring bleiben, weil wir davon ausgehen müssen, dass gut 50 Prozent der Zuschauer dort lebende Polen sein werden“, so der KSW-Chef. „Wir werden aber natürlich auch versuchen, viele der britischen Kämpfer zu verpflichten, die schon einmal für uns gekämpft haben, dazu entweder Mamed (Khalidov) oder Pudzian (Mariusz Pudzianowski), oder beide, als polnische Stars. Es ist noch zu früh, das jetzt schon zu sagen.“

Mit London soll aber noch nicht Schluss sein. Laut Lewandowski plane man bei KSW mit einer ganzen Reihe Events in verschiedenen europäischen Länden und sogar in den USA. Ganz oben auf der Liste steht offenbar auch Deutschland:

„Es existieren bislang nicht so viele funktionierende MMA-Märkte, wo man auf die Unterstützung von TV-Partnern hoffen kann und schlicht genug Fans ziehen würde. Deutschland ist einer davon, einige skandinavische Länder, Russland und eben England und vielleicht Irland. Das war es dann auch in Europa. Irgendwann sind vielleicht auch die USA interessant für uns.“

So schnell werden europäische Fans damit allerdings nicht rechnen können. Das Kerngeschäft von KSW ist und bleibt Polen, so Lewandowski:

„Eine Veranstaltung außerhalb Polens reicht, der Rest bleibt hier. Hier sind wir stark, hier kennen wir den Markt, denn wir haben ihn aufgebaut. Hier sind wir die Nummer eins. In anderen Ländern betrachtet man uns vielleicht als Freak-Show. Deshalb müssen wird uns vor allem auch auf die Polen konzentrieren, die in den jeweiligen Länden leben.“

Derzeit stehen drei deutschsprachige Kämpfer bei KSW unter Vertrag: Abu Azaitar, Aziz Karaoglu und Jasminka Cive. Der nächste KSW-Event wird am 4. Oktober in Stettin stattfinden.

Das komplette Gespräch mit Martin Lewandowski: