MMA - Europa

KSW 37: Zwei Titelwechsel in Krakau, Pudzianowski schlägt Rapper, Zawada holt ersten KSW-Sieg

Mariusz Pudzianowksi (Foto: Dorian Szücs)

Unter dem Motto „Circus of Pain“ (dt. Zirkus der Schmerzen) fand am Samstagabend in Krakau die 37. Ausgabe von KSW statt. Dem Beinamen sollte die Veranstaltung auf jeden Fall gerecht werden.

Im Hauptkampf stieg Karol Bedorf zur vierten Verteidigung seines KSW-Schwergewichtstitels in den Käfig, diesmal ging „Coco“ aber nicht als Champion nach Hause. Mit dem Brasilianer Fernando Rodrigues Jr. lieferte sich Bedorf von der ersten Sekunde an einen explosiven Schlagabtausch, in dem sich beide knüppelharte Fäuste und Kicks um die Ohren schmissen. Das Tempo wurde nach der Hälfte der ersten Runde kurz durch Clinchen herabgesetzt, dann ging es aber wieder in den offenen Schlagabtausch. Rodrigues konnte Bedorf dabei schwer in Bedrängnis bringen und in den Rückwärtsgang zwingen.

In der zweiten Runde ging es ähnlich zur Sache. Bedorf war jedoch bereits sichtlich erschöpft und hatte Probleme, mitzuhalten. Dann brachte Rodrigues einen rechten Schwinger ins Ziel. Bedorf fiel zu Boden und wurde mit Ground and Pound bearbeitet, bis der Ringrichter schließlich dazwischen ging.

Pudzilla schlägt Popek Monster

Ein schnelles Ende nahm der Kampf zwischen Mariusz Pudzianowski und dem Rapper Pawel „Popek Monster“ Rak. Nach einer kurzen Abtastphase ließen beide Schwergewichte die Fäuste fliegen, Pudzianowski musste dabei sogar nach einem Treffer kurz auf die Knie gehen. Dann stürmte Pudzianowski mit einer Reihe von Schwingern nach vorne, die Rak zu Boden stürzen ließen. Ein paar Schläge am Boden später brach der Ringrichter den Kampf schließlich ab.

Borys Mankowski konnte seinen Weltergewichtsgürtel gegen UFC-Veteran John Maguire verteidigen. Mankwoski bestimmte das Duell in allen Belangen, brachte im Stand die besseren Treffer ins Ziel, verlagerte den Kampf zu Boden und ließ Ground and Pound hageln. Nach drei Runden hatte er den Punktsieg in der Tasche.

Sowinski verliert Titel, Zawada mit erstem KSW-Sieg

Artur Sowinski musste seinen KSW-Titel im Federgewicht an Marcin Wrzosek abgeben. Nach einer ausgeglichenen ersten Runde ging es in der zweiten Runde härter zur Sache. Wrzosek konnte den Champion zu Boden schlagen und dort mit harten Fäusten belagern. Sowinski kassierte viele Treffer und war schnell blutüberströmt. Der Ringrichter unterbrach den Kampf deshalb und ließ die Wunden vom Ringarzt begutachten. Der Entschied auf Abbruch, woraufhin Marcin Wrzosek zum neuen Federgewichtschampion gekürt wurde.

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. In seinem dritten Kampf für KSW konnte sich der Düsseldorfer David Zawada seinen ersten Sieg bei der größten polnischen MMA-Organisation sichern. Nur zwei Tage vor der Veranstaltung nahm Zawada einen Kampf gegen Robert Radomski an. Nach einem Schlagabtausch konnte Zawada das Duell auf den Boden verlagern und dort kontrollieren. Im zweiten Durchgang sicherte sich Radomski dann zeitig einen Takedown, wurde aber kurze Zeit später gesweept. Zawada arbeitete mit hartem Ground and Pound und Radomski fand keinen Weg, dem zu entkommen. Da Radomski immer mehr klare Treffer kassierte, brach der Ringrichter das Duell schließlich ab.

Die Ergebnisse im Überblick:

KSW 37: Circus Of Pain
3. Dezember 2016
Krakau, Polen

Titelkampf im Schwergewicht
Fernando Rodrigues Jr. bes. Karol Bedorf via T.K.o. (Schläge) nach 2:34 in Rd. 2

Mariusz Pudzianowski bes. Pawel Rak via T.K.o. (Schläge) nach 1:02 in Rd. 1

Titelkampf im Weltergewicht
Borys Mankowski bes. John Maguire einstimmig nach Punkten

Titelkampf im Federgewicht
Marcin Wrzosek bes. Artur Sowinski via T.K.o. (Abbruch durch Arzt) in Rd. 1

Mansour Barnaoui bes. Luke Chlewicki via T.K.o. (Abbruch durch Arzt) nach 3:01 in Rd. 1
Marcin Wójcik bes. Marcin Łazarz via Guillotine Choke nach 3:44 in Rd. 1
Filip Wolański bes. Denilson Neves de Oliveira geteilt nach Punkten (30-27, 30-27, 28-29).
David Zawada bes.
Robert Radomski via T.K.o. (Schläge) nach 3:50 in Rd. 2
Roman Szymanski bes. Sebastian Romanowski via Technical Submission (Rear-Naked Choke) nach 4:53 in Rd. 3