MMA - Europa

KSW 37: Pudzian gegen Popek Monster im „Circus Of Pain“

Am Samstag macht der „Circus Of Pain“ Halt in der polnischen Stadt Krakau. Für den Jahresabschluss bei KSW 37 haben sich die Veranstalter etwas ganz Besonderes ausgedacht: In bester Pride-Manier trifft der frühere Strongman Mariusz Pudzianowski auf den polnischen Rapper Pawel „Popek Monster“ Rak. Neben diesem Spektakel gibt es gleich drei Titelkämpfe für die Fans des MMA-Sports.

Wie oft wird man Mariusz Pudzianowski (9-5) noch kämpfen sehen? Mit jedem seiner Kämpfe werden die Stimmen lauter, die ein baldiges Ende der Kampfsport-Karriere des früheren stärksten Mannes der Welt prophezeien. Der 39-jährige Superstar ruft hohe Gagen auf und scheint sich immer mehr auf andere Tätigkeiten zu konzentrieren. Darunter litt zuletzt auch die Leistung im Käfig. Niederlagen gegen Kickboxer Peter Graham und zuletzt Marcin Rozalski brachten „Pudzian“ die erste Niederlagenserie seiner Karriere ein.

Sollte Samstag tatsächlich einer der letzten Kämpfe des Schwergewichts sein, hat KSW alle Register bei der Gegnerwahl gezogen: Pawel Rak (2-1), in Polen als Rapper „Popek Monster“ berühmt, stellt sich acht Jahre nach seinem letzten Kampf Pudzianowski. Rak stand im Jahr 2008 drei Mal in England im Käfig und verließ ihn zwei Mal als Sieger. Seitdem machte er fast nur noch durch seine Musik auf sich aufmerksam. Abgesehen von der Tatsache, dass sich der 37-Jährige für einen Videoclip an Haken aufhängen ließ und tätowierte Augäpfel sein eigen nennt. Kein Akteur dürfte dem Begriff "Freak-Show" daher gerechter werden, als Rak.

Drei Titelkämpfe in Krakau

Das Spektakel überstrahlt erwartungsgemäß die Titelkämpfe, die KSW dieses Mal auf die Beine gestellt hat. Insbesondere die Herausforderer auf die drei Gürtel lassen den Glanz vergangener Veranstaltungen vermissen, an denen frühere UFC-Prominenz oder europäische Top-Fighter die polnischen Champions auf die Probe stellten. Ungefährlich sind sie jedoch nicht.

Im Hauptkampf erwartet Schwergewichtschampion Karol Bedorf (14-2) auf den Brasilianer Fernando Rodrigues Jr. (10-2), der im Oktober bei Euro FC den Schweden Yosef Ali Mohammad in seiner Europa-Premiere nach 62 Sekunden zum Abklopfen brachte. Der 29-Jährige ist sonst eher für seine harten Hände bekannt und hat sieben seiner zehn Siege durch Knockout gewonnen.

Borys Mankowski (18-5-1) steht bei seiner Titelverteidigung dem englischen Weltergewicht John Maguire (24-8) gegenüber. Maguire hat fünf UFC-Kämpfe auf dem Buckel und bringt eine Serie von fünf Siegen mit in den KSW-Käfig, die er vor allem auf heimischem Terrain errang. Zuletzt brachte er Colin Fletcher und Kieran Malone zur Aufgabe. Ob das auch gegen Mankowski gelingt?

Am Interessantesten wird es im Federgewicht. Hier bekommt TUF-22-Teilnehmer Marcin Wrzosek (11-3) seine Chance gegen Champion Artur Sowinski (17-7). Der „Polish Zombie“ bezwang auf dem Weg ins TUF-Haus Djamil Chan und David Teymur, scheiterte schließlich jedoch an Saul Rogers und wurde nach einer knappen Niederlage gegen Julian Erosa wieder vor die Tür gesetzt. Im Mai feierte er dann sein KSW-Debüt und bezwang Filip Wolanski mit gebrochener Hand.

Neben den Titelkämpfen können sich Fans auch auf den nächsten Einsatz von Yasubey Enomoto (15-8) freuen. Der Schweizer hat noch nie einen langweiligen Kampf geliefert und trifft in Krakau auf den früheren UFC-Kämpfer Maciej Jewtuszko (12-3). Zudem trifft der frühere M-1-Champion Mansour Barnaoui (12-4) auf Lukasz Chlewicki (14-4-1).

KSW findet am Samstag, 3. Dezember statt. Das Programm kann über den Streaming-Dienst KSW-TV zum Preis von 10 Euro angeschaut werden.

Das Programm im Überblick:

KSW 37: Circus Of Pain
3. Dezember 2016
Krakau, Polen

Titelkampf im Schwergewicht
Karol Bedorf (c) vs. Fernando Rodrigues Jr.

Mariusz Pudzianowski vs. Pawel Rak

Titelkampf im Weltergewicht
Borys Mankowski (c) vs. John Maguire

Titelkampf im Federgewicht
Artur Sowinski (c) vs. Marcin Wrzosek

Yasubey Enomoto vs. Maciej Jewtuszko
Lukasz Chlewicki vs. Mansour Barnaoui
Marcin Wojcik vs. Marcin Lazarz
Filip Wolanski vs. Denilson Neves