MMA - Europa

KSW 36: Michal Materla im Hauptkampf gegen Rousimar Palhares

Michal Materla (l.) trifft auf Rousimar Palhares. (Fotos: Dorian Szücs & Florian Sädler)

Am 1. Oktober macht KSW zum ersten Mal in der polnischen Großstadt Zielona Góra nahe der deutschen Grenze halt. Nun hat die Organisation den Hauptkampf der Veranstaltung verkündet, und der hat es in sich. So wird Publikumsliebling Michal Materla gegen Submission-Maschine Rousimar Palhares in den Käfig steigen.

Materla ist bereits seit 2006 für KSW aktiv und zählt zu den beliebtesten Kämpfern der Organisation. Der 32-Jährige hielt drei Jahre lang den KSW-Titel im Mittelgewicht, setzte sich gegen Kämpfer wie Kendall Grove, Jay Silva und Tomasz Drwal durch. Dann kam es im November vergangenen Jahres zum Megafight gegen Mamed Khalidov. Materla wurde dabei nach 30 Sekunden kampfunfähig geschlagen und musste seinen Titel abgeben. Im Mai kehrte der Kämpfer vom Berserkers Team dann mit einem T.K.o.-Sieg gegen Antoni Chmielewski auf die Siegerstraße zurück.

Rousimar Palhares gehört zu den gefürchtetsten MMA-Kämpfern der Welt. Der 36 Jahre alte Brasilianer zielt es in seinen Kämpfen fast immer auf die Beine seines Gegenübers ab, und wenn er sich ein Bein geschnappt hat, ist der Kampf im Normalfall gelaufen. Von seinen 18 Siegen hat er ganze zwölf durch Beinhebel gewonnen. Unglücklicherweise neigt Palhares dazu, Aufgabegriffe zu lange zu halten. Durch entsprechende Aktionen wurde er 2013 aus der UFC geschmissen, im vergangenen Jahr wurde ihm nach einem Sieg gegen Jake Shields der WSOF-Titel aberkannt. Die Sportkommission von Nevada suspendierte Palhares nach dem Kampf gegen Shields für zwei Jahre wegen Unsportlichkeit. Trotz Suspendierung kämpfte Palhares im Mai in Italien bei Venator FC, wo er in der ersten Runde überraschend von Emil Weber Meek K.o. geschlagen wurde. Im Oktober kehrt der Brasilianer nach Europa zurück. Palhares, der zuletzt im Weltergewicht antrat, wird bei der Veranstaltung ins Mittelgewicht zurückkehren.

Weitere Kampfansetzungen für KSW 36 in der Hala CRS in Zielona Góra stehen noch nicht fest. Geplant sind Titelverteidigungen von Tomasz Narkun und Mateusz Gamrot.