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KSW 33: Artur Sowinski und Kleber Koike Erbst um den Titel

Artur Sowinski (li.) und Kleber Koike Ernst treffen im November aufeinander (Foto: KSW)

Zwei Veranstaltungen hat KSW bis Ende des Jahres noch auf dem Zettel, zwei Mal strotzt das Programm bereits vor großen Namen und tollen Matchups. Für den 28. November wurden nun zwei weitere Kämpfe bestätigt. So wird in Krakau die Lücke an der Spitze des Federgewichts gefüllt. Artur Sowinski und Kleber Koike Erbst treffen im Titelkampf aufeinander. Der nächste Herausforderer auf den Gewinner könnte in Krakau ebenfalls ermittelt werden. Mit Anzor Azhiev und Vaso Bakocevic treten zwei weitere Federgewichte in den Ring.

Artur Sowinski gegen Kleber Koike Erbst um den Titel

Wer vor zwei Jahren gedacht hätte, dass Artur Sowinski (15-7 (2)) einmal an der Spitze der Gewichtsklasse bei KSW stehen könnte, hätte nur Kopfschütteln geerntet. Doch der 28-Jährige schwimmt momentan auf einer kleinen Erfolgswelle, die ihn nach drei Siegen in Folge in einen Titelkampf gespült hat. Seit vier Jahren die längste Serie bei Sowinski, der zuletzt Michael Kozmer, Anzor Azhiev und Vaso Bakocevic in die Schranken wies, wobei er gegen Azhiev von einer Disqualifikation seines Gegners profitierte. Der Pole sollte bis zum Titelkampf auf jeden Fall an seiner Submission-Verteidigung arbeiten, die letzten beiden Niederlagen wurden jeweils durch Würgegriffe herbei geführt und nun kommt ein weiterer Bodenspezialist auf ihn zu.

Die zweite Hälfte des Titelkampfs besteht aus Kleber Koike Erbst (18-3-1). Der Kämpfer aus dem japanischen Bonsai Jiu-Jitsu Team ist seit sechs Jahren ungeschlagen und hat in diesem Zeitraum vierzehn Gegner geschlagen, wobei er dabei hauptsächlich in Japan in den Ring stieg, von gelegentlichen Ausflügen nach China unterbrochen. Seine erste Duftmarke bei KSW setzte Erbst im Februar gegen Azhiev, den er bereits nach dreieinhalb Minuten mit einem Triangle Choke zum Abklopfen brachte. Seitdem sah man den 25-Jährigen nur bei der chinesischen Organisation Rebel.FC. Dort stand er am 27. Juni gleich zwei Mal im Ring und setzte sich erst gegen Takahiro Ashida und anschließend gegen den einstigen WEC-Champion und UFC-Kämpfer Miguel Torres durch. Natürlich stilecht durch Submission.

Anzor Azhiev gegen Vaso Bakocevic

Zuvor treffen Anzor Azhiev (5-2 (1)) und Vaso Bakocevic (21-8-1) aufeinander. Azhiev hat fast seine komplette Karriere bei KSW gekämpft und sich anfangs mit vier Siegen in Serie für höhere Aufgaben empfohlen. Seitdem ist der Motor des 25-Jährigen ein wenig ins Stottern gekommen. Im ersten Duell mit Sowinski führte ein unabsichtlicher Kopfstoß zu einem No Contest, im Rückkampf wurde er disqualifiziert. Zwar konnte er anschließend Helson Henriques auspunkten, gegen Erbst musste er sich wie erwähnt geschlagen geben.

Nun geht es gegen den "Psychopath" aus Montenegro. Dieser hofft im dritten Anlauf auf den ersten Sieg unter dem KSW-Banner. Von Maciej Jewtuszko wurde er im vergangenen Jahr mit einem Knie zum Körper K.o. geschlagen, gegen Sowinski mussten die Punktrichter entscheiden. In diesem Jahr sieht es schon deutlich besser aus. Auf fünf Siege in Folge kann der 26-Jährige zurückblicken, am 3. Oktober könnte in Abu Dhabi der sechste folgen, wenn es gegen den einstigen UFC-Kämpfer Waylon Lowe geht. Azhiev sollte also gewarnt sein und vor allem hochkonzentriert in die Begegnung gehen.

Das bisherige Programm im Überblick:

KSW 33
28. November 2015
Krakau, Polen

Titelkampf im Mittelgewicht
Mamed Khalidov vs. Michal Materla (c)

Titelkampf im Schwergewicht
Michal Kita vs. Karol Bedorf

Titelkampf im Federgewicht
Artur Sowinski vs. Kleber Koike Erbst

Kamila Porczyk vs. Katarzyna Lubonska
Aziz Karaoglu vs. Tomasz Drwal
Anzor Azhiev vs. Vaso Bakocevic