MMA - Europa

KSW 30: Mankowski, Saidov und Kowalkiewicz siegen

KSW 30: Bahari vs. Saidov (Foto: KSW)

Auch ohne Titelkampf entwickelte sich KSW 30 in Poznan zu einer ereignisreichen Veranstaltung. Die Fans hatten bis auf den Ausrutscher von Anzor Azhiev durchweg Grund zum Jubeln: Alle polnischen Favoriten gewannen ihre Kämpfe.

Der Hauptkampf von KSW 30 musste wenige Tage vor der Veranstaltung geändert werden. Ursprünglich sollte Borys Mankowski, der jüngste Champion bei KSW, seinen Weltergewichtstitel gegen Michail Tsarev verteidigen. Tsarev erkrankte jedoch an Fieber und wurde kurzfristig von Mohsen Bahari ersetzt, einem Norweger mit iranischen Wurzeln, der sich bereits in der Vorbereitung auf einen Kampf im März befunden hatte.

Mankowski versuchte häufig, den Kampf auf den Boden zu verlagern und hatte damit insbesondere in den ersten beiden Runden immer wieder Erfolg. Bahari drehte erst in der letzten Runde auf und attackierte Mankowski aus der Oberlage, doch das reichte nicht aus, um den Kampf zu drehen oder vorzeitig zu beenden. Die drei Punktrichter gaben den Sieg einstimmig an Mankowski.

Im Rückkampf zwischen Aslambek Saidov und Rafal Moks siegte Saidov erneut nach Punkten. Moks hatte seine letzten vier Kämpfe per Guillotine Choke gewonnen, und es schien, als sei dieser Würgegriff die einzige Möglichkeit, das Duell gegen Saidov zu entscheiden. Saidov war Moks ringerisch überlegen, kontrollierte ihn souverän auf dem Boden und setzte auch im Stand mit schnellen Boxkombinationen die besseren Akzente. Folgerichtig bestimmten ihn die Punktrichter nach drei Runden einstimmig zum Sieger.

Die ungeschlagene Karolina Kowalkiewicz, KSW-Titelträgerin im Fliegengewicht, stand der größten Herausforderung ihrer Karriere gegenüber. Diese erschien in Form der Brasilianerin Kalindra Faria, die elf ihrer letzten zwölf Kämpfe gewonnen hatte. Die beiden Damen stahlen den Männern die Show und zeigten den besten „Kampf des Abends“. Kowalkiewicz erwies sich im Stand als die effektivere Kämpferin und sicherte sich dadurch auf den Zetteln zweier Punktrichter einen knappen Vorsprung.

Das Leichtgewichtstalent Mateusz Gamrot besiegte den Brasilianer Rodrigo Cavalheiro Correia in der dritten Runde durch technischen Knock-out. Gamrots Taktik bestand aus Takedowns und Ground and Pound, und diese setzte er ausgezeichnet um, auch wenn Correia ihn hin und wieder im Stand bedrängen konnte.

Anzor Azhiev wurde von dem Japaner Kleber Koike Erbst schlichtweg überrannt. Erbst setzte Azhiev im Stand zu, Azhiev rettete sich mit einem Takedown, doch Erbst zwang ihn nur wenig später mit einem Triangle Choke zur Aufgabe.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

KSW 31
21. Februar 2015
Poznan, Polen

Borys Mankowski bes. Mohsen Bahari einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 30:27)
Aslambek Saidov bes. Rafal Moks einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)
Karolina Kowalkiewicz bes. Kalindra Faria geteilt nach Punkten (29:28, 28:29, 29:28)
Mateusz Gamrot bes. Rodrigo Cavalheiro Correia via T.K.o. (Schläge) nach 4:54 in Rd. 3
Kleber Koike Erbst bes. Anzor Azhiev via Triangle Choke nach 3:16 in Rd. 1
Michal Wlodarek bes. Szymon Bajor einstimmig nach Punkten (30:27, 29:28, 30:27)
Jakub Kowalewicz bes. Lukasz Rajewski via Rear Naked Choke nach 3:05 in Rd. 1
Kamil Gniadek vs. Mateusz Zawadzki endete Unentschieden (28:29, 30:28, 29:29)