MMA - Europa

KSW 29: Pudzianowski vs. Nastula, Khalidov und Materla im Einsatz

Die Hauptakteure von KSW 29. (Foto: Sebastian Rudnicki / KSW)

Ende des Jahres wird die polnische MMA-Organisation Konfrontacja Sztuk Walki zum ersten Mal einen Event in Krakau veranstalten. Ein exaktes Datum wurde von offizieller Seite zwar noch nicht verkündet, ersten Berichten zufolge soll der Event aber am 6. Dezember in der frisch gebauten, knapp 18.000 Zuschauer fassenden Krakow Arena stattfinden. Die ersten Kämpfer der Veranstaltung stehen hingegen bereits fest und da fährt KSW zum Ende des Jahres noch einmal die ganz schweren Geschütze auf.

So wird es zu einem heiß erwarteten Duell zwischen dem früheren Strongman Mariusz Pudzianowski (7-3 (1)) und dem Olympiasieger Pawel Nastula (5-5) kommen. Beide sollten bereits mehrfach in der Vergangenheit gegeneinander antreten, doch aus verschiedenen Gründen kam der Kampf nie zustande.

Ende des Jahres soll es soweit sein. Pudzianowski erlangte durch den Gewinn zahlreicher Strongman-Wettbewerbe internationale Bekanntheit. 2009 wechselte der Muskelprotz zum MMA, wo er bislang sieben von elf Kämpfen für sich entscheiden konnte. Bei seinem letzten Auftritt besiegte er den früheren UFC-Kämpfer Oli Thompson umstritten nach Punkten. Davor sicherte sich der 37-Jährige einen Punktsieg im Rückkampf gegen Sean McCorkle, der ihn wenige Monate zuvor zur Aufgabe bringen konnte.

Pawel Nastula galt in den Neunzigerjahren als einer der besten Judokas der Welt. Sein größter Erfolg war der Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1996. Im Jahr 2004 beendete er seine Judo-Laufbahn und konzentrierte sich fortan auf den MMA-Sport. Bei Pride FC stieg er dabei gleich zu Beginn seiner MMA-Karriere gegen die weltbesten Kämpfer in den Ring und fing sich Niederlagen gegen Antonio Rodrigo Nogueira, Alexander Emelianenko und Josh Barnett ein. Nach dem Ende von Pride FC trat Nastula vorwiegend in Polen an, wo er auf kleineren Events einige Siege verbuchen konnte. Im letzten Jahr wurde er von KSW unter Vertrag genommen. Nach einem Sieg gegen Kevin Asplund musste er sich im September Karol Bedorf im Kampf um den KSW-Schwergewichtstitel durch Ermüdung geschlagen geben.

Neben dem Schwergewichtskampf wurde auch der Einsatz von Mamed Khalidov (29-4-2) bekanntgegeben. Der 34-Jährige ist der wohl größte Star der Organisation und ist seit zehn Kämpfen ungeschlagen. In seinen letzten Kämpfen besiegte er Kendall Grove, Melvin Manhoef, Ryuta Sakurai und Maiquel Falcao allesamt durch Aufgabe. Gegen wen Khalidov bei KSW 29 antreten wird, ist momentan noch nicht bekannt. Fakt ist aber, dass die Suche nach einem würdigen Gegner im Mittelgewicht von Kampf zu Kampf schwieriger wird.

Außerdem wird KSW-Mittelgewichtschampion Michal Materla (20-4) in Aktion zu sehen sein. Materla konnte zuletzt die Trilogie gegen Ex-UFC-Kämpfer Jay Silva mit 2:1 für sich entscheiden. Der 30 Jahre alte Kämpfer vorm Bersekers Team hat bereits einen Kampf bei der nächsten Veranstaltung von KSW anstehen. Bei KSW 28 wird er am 4. Oktober auf Jorge Luis Bezerra treffen. Wen er dann knapp zwei Monate später bei KSW 29 vor die Fäuste bekommt, ist aktuell nicht bekannt.