MMA - Europa

KSW 24: The Clash of the Giants

Am 28. September wird Polens Premium-Organisation Konfrontacja Sztuk Walki in der Atlas Arena von Lodz ihren 24. Event abhalten. Im Zentrum stehen Schwergewichtsduelle mit Beteiligung der polnischen Superstars Mariusz Pudzianowski, Pawel Nastula und Karol Bedorf sowie Auftritte von Mittelgewichtschampion Michal Materla und UFC-Veteran Andre Winner.

Schwergewichte als Hauptattraktion


Bei KSW 23 im Juni, musste sich Strongman Champion Mariusz Pudzianowski (5-3 (1)) dem US-Amerikaner Sean McCorkle (17-5) durch Aufgabe geschlagen geben. Nun kommt es zum Rückkampf mit dem Ex-UFC-Schwergewicht. Zwar ging Pudzianowski im ersten Duell aggressiv in den Kampf und konnte einige explosive Schläge landen, klopfte jedoch nach nicht einmal zwei Minuten in einem Kimura ab.

Warum also ein direkter Rückkampf? „Ich sehe das nicht so, dass Pudzianowski technisch unterlegen war“, erklärte KSW-Chef Martin Lewandowski im Interview mit Groundandpound-TV. „Ich sehe das so, dass er sich nicht ausreichend vorbereitet hat.“ Ob er dies nun im Rückkampf tun wird, zeigt sich im Hauptkampf von KSW 24.

Grappling-Ass Karol Bedorf und Judo-Olympiasieger Pawel Nastula bestreiten den Co-Hauptkampf des Abends. Dabei wird zum ersten Mal der Schwergewichtsgürtel der Promotion ausgelobt.

Karol Bedorf (9-2) ist ein KSW-Urgestein und bestritt fast seine gesamte Karriere in der polnischen Organisation. Der BJJ-Schwarzgurt konnte mehrfach an renommierten Grappling-Turnieren wie dem ADCC teilnehmen und besitzt interessanterweise auch einen orangenen Gürtel im Judo. Der wird für Pawel Nastula (5-4) nicht reichen. Der polnische Judoka gewann 1996 in Atlanta Gold bei den Olympischen Spielen, danach stand er unter anderem bei Pride FC, gegen namhafte Gegner wie Josh Barnett oder „Minotauro“ Nogueira im Ring. Nastula feierte im März sein KSW-Debüt, am selben Abend fuhr Bedorf seinen neunten Karriere-Sieg ein.

Die Creme de la Creme Polens


Neben Pudzianowski-McCorkle II, werden auch Mittelgewichtschampion Michal Materla (19-3) und Jay Silva (8-8) einen Rückkampf bestreiten. Beide Kämpfer standen sich im Mai 2012, bei KSW 19, schon einmal gegenüber. Damals war es Silva fast gelungen, Materla seinen KSW-Mittelgewichtstitel abzunehmen, er verlor knapp, mehrheitlich nach Punkten. Schon damals wurde schnell ein Rückkampf gefordert, zu dem es nun kommen wird. Der Gürtel wird dabei jedoch unverständlicherweise nicht auf dem Spiel stehen. Schon im KSW 23-Duell gegen Kendall Grove musste Materlas sein Gold nicht verteidigen.

Ein für GMC 4 geplanter Kampf zwischen Materla und Sebastian Risch musste ausfallen, weil der Pole sich noch von seinem letzten Ring-Auftritt, gegen Grove im Juni, die Wunden lecken musste. Mit Jay Silva wartet nun ein weiterer UFC-Veteran, für den es zuletzt jedoch mehr als durchwachsen lief. Von seinen letzten zehn Kämpfen konnte der 32-Jährige Silva nur drei gewinnen, zuletzt stehen drei Niederlagen in Folge zu Buche.

Einer der verrücktesten Paradiesvögel der MMA-Welt ist der polnische Kickboxer Marcin Rozalski (3-2). Mit K-1-Veteran Paul Slowinski hat er am Samstag eine schwere Aufgabe vor sich.

Rozalski ist einer der Publikumslieblinge der KSW-Shows. Gegen den 32 Jahre alten Paul Slowinski erwartet die Zuschauer ein Duell zweier beherzter Puncher, mit jeder Menge Dynamit in den Fäusten. Slowinski gewann K-1 Grand Prixs in Australien und Holland, nennt sechs Weltmeistertitel im Kickboxen und Muay Thai sein Eigen und stand bereits mit Namen wie Badr Hari, Semmy Schilt, Gokhan Saki und Remy Bonjasky im Ring.

Nach 14 Jahren als Profi-Kickboxer feiert Slowinski bei KSW 24 sein MMA-Debüt. Sein Gegner ist ebenfalls im Standkampf zuhause und konnte diverse Welt- und Europameistertitel sammeln. Seit 2011 tritt Rozalski für KSW an und gewann seither von fünf Kämpfen drei.

Schmerzliche Absage von Cive
Mit Karolina Kowalkiewicz (3-0) wurde dem Programm ein weiterer KSW-Titelträger hinzugefügt. Kowalkiewicz hatte zuletzt bei KSW 23 gekämpft und sich dort im Finale des Fliegengewichtsturnieres mit einem schnellen Submissionsieg über Marta Chojnoska den Fliegengewichtsitel der Organisation sichern können. Ursprünglich sollte sie auf die Österreicherin Jasminka Cive treffen, die sich jedoch nur wenige Tage vor dem Event verletzte (Gnp berichtete). Kowalkiewicz steigt nun stattdessen gegen die Invicta FC-Veteranin Simona Soukupova (4-2-1) in den Ring.

Starkes Vorprogramm


UFC-Veteran Andre Winner sollte ursprünglich gegen KSW- Leichtgewichtschampion Maciej Jewtuszko um den Titel bis 70 Kilo kämpfen. Eine Knieverletzung zwang Jewtuszko jedoch aus dem Kampf, Winner rutschte ins Vorprogramm und erhielt den starken Newcomer Mateusz Gamrot als neuen Gegner.

Gamrot debütierte im vergangenen Juni bei KSW 23 mit einem imposanten T.K.o.-Sieg über Mateusz Zawadzki. Mit dem fünffachen UFC-Veteran und The Ultimate Fighter-Zweitplatzierten Andre Winner steht der 23-jährige Pole vor der bislang größten Aufgabe seines Lebens.

Winner (15-7) wurde 2011 nach drei Niederlagen in Folge aus der UFC entlassen und kämpfte fortan überwiegend in Englands Premium-Organisation BAMMA, wo er nach zwei Siegen ein Titelduell gegen Rob Sinclair knapp nach Punkten verlor. Nach einem erneuten Sieg in einer kleineren britischen Show wird Winner nun sein KSW-Debüt feiern.

Mit Duellen zwischen Borys Mankowski und Bellator-Veteran Ben Lagman sowie Cengiz Dana-Bezwinger Anzhor Anziev und Artur Sowinski wir der Abend in Lodz mit starken Paarungen eröffnet.

Groundandpound-TV wird in der Atlas Arena vor Ort sein und mit Interviews und News vom Event berichten. Wer keine Karte für KSW 24 ergattert hat, kann sich den Event für umgerechnet 9,50 Euro live auf www.kswtv.com ansehen.

Die komplette Fightcard im Überblick:

KSW 24: Clash of the Giants
28. September 2013
Atlas Arena in Lodz, Polen

Mariusz Pudzianowski vs. Sean McCorkle

KSW-Schwergewichtstitelkampf
Karol Bedorf vs. Pawel Nastula

Michal Materla vs. Jay Silva
Borys Mankowski vs. Ben Lagman
Karolina Kowalkiewicz vs. Simona Soukupova
Marcin Rozalski vs. Paul Slowinski
Anzhor Anziev vs. Artur Sowinski
Mateusz Gamrot vs. Andre Winner