MMA - Europa

Irische MMA-„Legende” Cathal Pendred tritt mit 28 zurück

Der Blick geht nach vorne: Cathal Pendred (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Cathal Pendred sagt Lebwohl. Der 28-jährige Ire überraschte seine Fans mit einer längeren Stellungnahme via Twitter zu seinem Karriereende als aktiver MMA-Kämpfer. Als Grund gab er fehlende Leidenschaft an, die Liebe zum MMA-Sport bleibt davon aber unberührt.

„Ich habe eine langjährige Leidenschaft für das MMA und habe mich die letzten neun Jahre auf den Sport fokussiert. Die Leidenschaft ist aber nicht mehr das, was sie einst war. Ich habe das Gefühl, dass es an der Zeit ist, sich anderen Dingen zu widmen. Es ist der richtige Zeitpunkt, eine Tür zu schließen und eine andere zu öffnen,” so das Weltergewicht. „Meine Teilnahme an MMA-Wettkämpfen ist beendet, meine Liebe zum Sport nicht. Ich werde weiterhin mein Interesse am Sport ausleben und meine Teamkameraden bei der Erfüllung ihrer Träume unterstützen.”

Seinen UFC-Traum erfüllte sich Cathal Pendred im Sommer 2014. Nachdem er an TUF 19 teilgenommen hatte und dort im Halbfinale dem späteren Sieger Eddie Gordon unterlag, gab er gegen Mike King ein erfolgreiches UFC-Debüt vor heimischer Kulisse in Dublin. Es folgten Siege über Gasan Umalatov, Sean Spencer und Augusto Montano. Zuletzt musste Pendred allerdings zwei Niederlagen einstecken. Gegen John Howard verlor er nach Punkten, Tom Breese knockte ihn Ende Oktober aus. Damit endete eine Serie von zwölf Kämpfen ohne Niederlage.  

Pendred beendet seine Karriere nicht ohne Titel. Neben regionalen Titelgewinnen in Irland konnte sich Pendred im März 2013 gegen Gael Grimaud zum Weltergewichtschampion von Cage Warriors krönen, kurz darauf klopfte die UFC an. Nun beendet Pendred seine aktive MMA-Karriere im Alter von 28 Jahren. Wird man später an ihn zurückdenken, so dürfte den meisten UFC-Fans seine teils passive Kampfführung und seine technischen Unsauberkeiten einfallen. Seine Rolle als Wegbereiter für das irische MMA bleibt, oder wie Teamkollege Conor McGregor es auf seiner Facebook-Seite beschreibt: „Pendred = LEGEND”.