MMA - Europa

Gods of War IV - Bericht

Das in Rheinland-Pfalz gelegene Städtchen Baumholder beheimatet eines der größten US-Truppenkontingente auf deutschem Boden. Da verwundetr es auch kaum, dass man sich bei der Gods of War-Show etwas fremd im eigenen Land vorkam, was eine lustige Erfahrung war und nicht negativ zu verstehen ist. Die Promoter Chas und Lindsay Jacquier luden zum vierten Mal ein und präsentierten in gewohnt lautstarker Atmosphäre packende MMA-Kämpfe in Europas wohl größtem Käfig. Die Stimmung war durchweg sehr gut, speziell die Lokalmatadoren wurden frenetisch angefeuert. Vereinzelte „USA, USA“-Rufe trübten das Bild etwas, doch wurden sowohl die Deutschen als auch die Franzosen sowie die Schweizer Kämpfer vom Publikum fair behandelt.

Nachdem der Schweizer Rouven Kurath den Lokalmatador Fred Tousil souverän früh in Runde eins bezwingen konnte, stellte Brandon Kilfoyle die Ehre der Amerikaner mit einem TKO-Sieg über den Franzosen Benjamin Cigliutti wieder her. Dessen Landsmann Richard Wery war anschließend an der Reihe und schaffte einen Submission-Siee gegen Chris Massielo.

Den ersten sportlichen Höhepunkt des Abends lieferte der Schweizer Marius Maissen. Im Kmapf gegen Brian Hoffsecker zeigte er schöne Technik und hohe Zielstrebigkeit. Im Handumdrehen wurde der Amerikaner zu Boden gebracht, gemountet und mit präzisem Ground and Pound eingedeckt. Hoffsecker setzte sich Anfangs zur Wehr, musste aber kurze Zeit später abklopfen.

Der KO des Abends sollte im nächsten Kampf folgen. Tahar Hadbi aus Frankreich schickte seinen Gegner Joshua Diccio in knappen zehn Sekunden mit einem High Kick ins Land der Träume. Der Schweizer Adriano da Silva lieferte sich eine verbissene Schlacht mit Willy Monduc und konnte sich nach Problemen in der ersten Runde im zweiten Durchgang den Sieg durch TKO sichern.

Den ersten Kampf des Abends mit deutscher Beteiligung bestritten Igor Montes vom Stuttgarter Stallion Cage und der Amerikaner Brian Alderman. Alderman wollte und konnte sich nicht im Stand mit Montes messen und brachte das Geschehen wiederholt zu Boden. Dort gelang es ihm, noch in der ersten Runde einen Keylock anzusetzen.

Den Gods of War Leichtgewichtstitel erkämpfte sich der ungeschlagene Ringer Anthony Durnell. Nach seinem Sieg gegen Alan Omer bei Gods of War 3 dominierte er am Samstagabend den Franzosen Cedric Jouvet am Boden und schlug ihn dort mit hartem Ground and Pound KO.

 

Um den Weltergewichtstitel stritten sich Set McDowell aus Stuttgart und der Franzose Arnaud Lepont. Nach einer ersten ausgeglichenen Runde ging es in der zweiten heiß und kontrovers her. McDowell schlug Lepont mit einer Rechten zu Boden und setzte nach. Ein Knie traf den am Boden liegenden Gegner voll und schickte ihn ins Land der Träume. Leider war die Attacke illegal. McDowell wurde folgerichtig disqualifiziert, Lepont bekam den Sieg zugesprochen und erhielt den Titel.

 

Ivailo Markov aus der Schweiz kämpfte gegen Jürgen Dolch aus Kempten im vorletzten Kampf des Abends um den vakanten Schwergewichtstitel. Der 130-Kilo-Koloss Markov gab auch ordentlich Gas und brachte Dolch zügig zu Boden. Dort sicherte er sich mit hartem und wilden Ground and Pound den Sieg.

Im Hauptkampf des Abends standen sich Promoter Chas Jacquier und der Schweizer Haudegen Jenz Petersen gegenüber. Nach kurzem Abtasten im Stand brachte Jacquier das Geschehen zu Boden, wo er Petersen mit immer härterem Ground and Pound zu Leibe rückte. Dieser versuchte noch, mit Hebeln seinerseits Aktionen anbringen zu können, musste sich aber Jacquiers Kontrolle geschlagen geben. Nach dem Ende der ersten Runde ließen die Ärzte den Schweizer wegen eines zugeschwollenen Auges nicht mehr weiterkämpfen und Jacquier sicherte sich den souveränen Sieg.

Weitere Infos über die Show unter www.godsofwarffc.com