MMA - Europa

Früherer UFC- und Pride-Kämpfer Amar Suloev gestorben

Amar Suloev (Foto: M-1 Global)

Der frühere UFC-Kämpfer Amar Suloev ist am Montag im Alter von 40 Jahren an Magenkrebs verstorben. Er hatte die letzten drei Jahre im Gefängnis verbracht, da er bei der Durchführung von Auftragsmorden in Russland geholfen haben soll. 

Suloev hat in seiner MMA-Karriere zweimal in der UFC gekämpft, musste dort aber im Jahr 2002 Niederlagen gegen Chuck Liddell und Phil Baroni einstecken. Später trat Suloev, der zusammen mit Kämpfern wie Fedor Emelianenko im Red Devils Sport Club trainiert hat, auch für Pride FC und für M-1 Global an, wo er unter anderem Siege gegen Yushin Okami und Dean Lister einfahren konnte. 2008 beendete er seine MMA-Karriere mit einer Bilanz von 24 Siegen und sieben Niederlagen.

Im Jahr 2013 geriet Suloev abseits des Sports in die Schlagzeilen. Im Zusammenhang mit der versuchten Ermordung von politischen Figuren in Russland wurde Suloev zusammen mit fünf anderen Männern verhaftet. Ein Angeklagter gab zur Verkürzung seiner Strafe ein Geständnis ab und benannte Suloev als Fahrer bei dem versuchten Mordanschlag auf den russischen Abgeordneten Nikolai Nesterenko. Nesterenko wurde bei dem Anschlag verletzt, sein Fahrer getötet.

Der Fall wurde in den letzten drei Jahren verhandelt, Suloev saß in dieser Zeit im Gefängnis. Ende letzten Jahres verschlechterte sich Suloevs Gesundheitszustand dramatisch. Ärzte diagnostizierten bei ihm Magenkrebs im Endstadium. Im Februar 2016 durfte er das Gefängnis deshalb auf Kaution verlassen. Vier Monate später ist Suloev nun im Alter von 40 Jahren verstorben. Wenige Tage vor seinem Tod hatten sich noch zwei Zeugen beim Gericht gemeldet, um Suloev ein Alibi für den Tag des Anschlags auf Nesterenko zu geben.