MMA - Europa

Finkelchtein: Ich würde Fedor Emelianenko vs. Stephan Pütz ansetzen

Bei M-1 Globale würde es Fedor Emelianenko (r.) möglicherweise mit Stephan Pütz zu tun bekommen. (Fotos: Mark Bergmann & Legendashow)

Jahrelang fungierte M-1-Global-Präsident Vadim Finkelchtein als Manager der MMA-Legende Fedor Emelianenko. In einem Interview mit Sportbox.ru äußerte sich Finkelchtein nun zum Comeback seines früheren Schützlings und erklärte, warum er sich gegen eine Partnerschaft mit der neuen japanischen MMA-Organisation „Rizin Fighting Federation“ entschieden hat.

Seit Kurzem macht das Gerücht die Runde, Fedor Emelianenko könnte bei der Silvestergala in Japan auf den Kickboxer Jaideep Singh treffen. Finkelchtein zeigt sich davon nicht beeindruckt.

„Fedor trifft seine Entscheidungen jetzt alleine“, sagte er. „In der Vergangenheit fielen die Beschuldigungen und Probleme immer auf meine Person. Man sagte, ich sei der Grund, warum Fedor nie in der UFC gekämpft hat. Aber jetzt sage ich offiziell: Ich habe mit dem Ganzen nichts zu tun. Was Jaideep Singh angeht: Er wäre kein Gegner für Fedor, er ist zu schwach für ihn.“

Sollte es Emelianenko trotzdem noch einmal zu M-1 Global verschlagen, hätte Finkelchtein schon passende Gegner parat: „Wir haben viele Kämpfer auf hohem Level unter Vertrag. Ich würde ihn gegen Marcin Tybura oder Stephan Pütz antreten lassen. Das wären richtig gute Kämpfe.“

Stephan Pütz gegen Fedor Emelianenko? Das beste deutsche Halbschwergewicht gegen die MMA-Legende schlechthin im Ring zu sehen, wäre wohl der Traum für jeden deutschen MMA-Fan. Allzu große Hoffnung sollte man sich jedoch nicht machen. Emelianenko wird erst einmal für Rizin in Japan kämpfen. Und Finkelchtein hat sich im Gegensatz zu Organisationen wie KSW und Bellator bewusst gegen eine Zusammenarbeit mit den Japanern entschieden.

„Man wollte mich im Boot haben“, erklärte Finkelchtein. „Vor knapp einem Jahr hat mich Sakakibara (Präsident von Rizin, früherer Pride-Präsident. Anm. d. R.) angerufen, aber ich habe es nicht ernst genommen. Ich glaube nicht an solche Projekte. Schaut, ich habe ein Unternehmen mit etlichen TV-Verträgen. Wem soll das dann alles gehören? Mir, den Japanern oder teilen wir das dann auf? […] Ich verstehe das Konzept nicht wirklich. Wer soll für das alles bezahlen? Wer wird die Rechte halten? Ich denke das Projekt ist von Anfang an realitätsfremd.“