MMA - Europa

Fight Nights 50 mit Fedor Emelianenko, Dörrer und Wolf

Fedor Emelianenko, Vitaly Minakov, Anatoly Tokov, Sergey Pavlovich oder Vadim Nemkov. Mit einem Kracher-Programm feiert die russische Organisation Fight Nights ihr Jubiläum mit der 50. Ausgabe. Und das Beste daran: Fans aus aller Welt können über den UFC Fight Pass zuschauen. Neben Russlands MMA-Elite haben es auch zwei Deutsche ins Programm geschafft. Schwergewicht Ruben Wolf und Halbschwergewicht Daniel Dörrer reisen zur internationalen Völkerverständigung nach St. Petersburg.

Fight Nights 50: Fedor vs. Maldonado wird in Deutschland auf dem UFC Fight Pass gezeigt, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist. Los geht es ab 17 Uhr.

Was hatten sich die Fans bei Fedor Emelianenkos Comeback-Ankündigung nicht alles ausgemalt? Duelle mit UFC-Kämpfern wie Fabricio Werdum oder Antonio Silva oder eine Begegnung gegen eine weitere MMA-Legende in Randy Couture waren ganz oben auf dem Wunschzettel. Die anfängliche Begeisterung ist mittlerweile dahin, spätestens mit dem sportlich wenig interessanten Kampf gegen Jaideep Singh bei Rizin hat eine Ernüchterung eingesetzt. Nun bekommt es der „Last Emperor“ mit Fabio Maldonado zu tun.

Einem zähen Brasilianer, der bis letztes Jahr noch ein legitimes Halbschwergewicht innerhalb der UFC und vor allem immer für einen offenen Schlagabtausch bereit war. Der frühere Boxer stand bereits mit Glover Teixeira und „Rampage“ Jackson im Käfig, musste seinen letzten Ausflug ins Schwergewicht jedoch mit einem Erstrunden-Knockout bezahlen. Stipe Miocic, mittlerweile Schwergewichtschampion der UFC, benötigte nur 35 Sekunden für den sonst für seine Nehmerfähigkeiten bekannten Maldonado. Sollte Emelianenko auch mit Maldonado kurzen Prozess machen, dürften die UFC-Spekulationen von vorne losgehen. Wie der 39-Jährige bekannt gab, ist er nach dem Duell in St. Petersburg erneut vertragsfrei.

Ruben Wolf und Daniel Dörrer vor Auswärtseinsatz

Mit der kleinen Ausgabe von Emelianenko hat es Ruben Wolf zu tun. Der Augsburger trifft auf „Baby Fedor“ Kirill Sidelnikov und bekommt damit die Gelegenheit, seinen misslungenen ersten Eindruck in Russland wettzumachen. Im Dezember wurde er nach zwei Minuen von Sergey Pavlovich ausgeknockt, gleichzeitig sein letzter Kampf bis heute, nachdem ein Duell mit Andreas Kraniotakes um den GMC-Titel platzte. Gegen den fünffachen Combat-Sambo-Weltmeister Sidelnikov kann es also nur besser werden. Zumal Letzterer im MMA seit langem keinem Kämpfer mit der KO-Power Wolfs gegenüberstand, sondern in Freakshows gegen den 44-Jährigen Carlos Toyota oder Superschwergewicht Chris Barnett gewinnen konnte.

Im Duell zweier Talente trifft Daniel Dörrer auf Valentin Moldavsky. Zwar ist der 31-jährige Dörrer altersmäßig schon lange dem Status eines Talents entwachsen, da der Kickboxer erst seit zwei Jahren die Käfige der Republik unsicher macht, sind durchaus weitere Sprünge in der Entwicklung hin zum kompletten MMA-Kämpfer zu erwarten. Der „Peaceful Warrior“ bringt eine Serie von vier Knockout-Siegen in Folge mit nach St. Petersburg, den letzten erzielte er vor zwei Wochen bei Shooto. Wo Dörrers Bodenkampf steht, wird der 24-jährige Moldavsky auf die Probe stellen. Bisher kann der Russe nur fünfeinhalb Minuten Kampfzeit vorweisen. Diese reichten jedoch, um seine bisherigen drei Gegner allesamt in der ersten Runde zur Aufgabe zu bringen.

Bellator-Champion Minakov trifft auf Peter Graham

Im vorletzten Kampf gibt Bellators einstiger Schwergewichtschampion Vitaly Minakov sein Können zum Besten. Der ungeschlagene Russe befindet sich seit Monaten im Streit mit Bellator und kämpfte die letzten zwei Jahre für Fight Nights in Russland, statt seinen Titel zu verteidigen. Nun zog Bellator die Reißleine und nahm ihm den Titel ab. Ob der 31-Jährige noch einmal für Scott Coker kämpfen wird, ist fraglich. In St. Petersburg stellt sich Minakov dem australischen Kickboxer Peter Graham, der zuletzt im Oktober bei KSW Mariusz Pudzianowski ausknocken konnte.

Darüber hinaus kann man sich auf Einsätze von Rasul Mirzaev, der Nummer 6 in Europas Federgewicht, KO-Maschine Anatoly Tokov und dem ungeschlagenen Top-Talent Pavlovich freuen, die ebenfalls im Programm sehen. Mirzaev trifft auf den Brasilianer Dioginis Souza, Tokov auf den Serben Vladimir Filipovic und Pavlovich misst sich mit dem französischen Schlachtross Chaban Ka.

Das Programm für das morgige Jubiläum der Organisation sieht wie folgt aus:

Fight Nights Global 50
17. Juni 2016
St. Petersburg, Russland

Fedor Emelianenko vs. Fabio Maldonado
Vitaly Minakov vs. Peter Graham
Ruben Wolf vs. Kirill Sidelnikov
Akhmet Aliev vs. Matej Truhan
Anatoly Tokov vs. Vladimir Filipovic
Sergey Pavlovich vs. Chaban Ka
Vadim Nemkov vs. Mikolaj Rozanski
Rasul Mirzaev vs. Dioginis Souza
Daniel Dörrer vs. Valentin Moldavsky
Georgiy Kichigin vs. Vladimir Tyurin
Abusupyan Alikhanov vs. Makhmud Muradov
Abdulla Dadaev vs. Jack McGann
Vasiliy Zubkov vs. Sergey Tovkan
Marina Mokhnatkina vs. Ekaterina Torbeeva