MMA - Europa

Fedor macht weiter

Fedor Emelianenko: Nächster Kampf unter dem Banner von M-1 Global. Foto: CageInsider.com.

Fedor Emelianenko wird seine MMA-Handschuhe vorerst nicht an den Nagel hängen. Dies bestätigte sein Management M-1 Global soeben in einer offiziellen Pressemitteilung. Nach Ablauf seines Vertrages bei Strikeforce und drei Niederlagen in Folge wird der frühere Pride-Champion nun auf hausgemachten M-1-Veranstaltungen antreten.

Er war einst das gefürchtetste Schwergewicht der Welt. Doch seit einer schockierenden Niederlage gegen Grappling-Ass Fabricio Werdum, im Juni vergangenen Jahres, hagelte es eine Niederlage nach der anderen für den zuvor fast zehn Jahre ungeschlagenen „letzten Kaiser“. Nach drei verlorenen Kämpfen in Folge – zuletzt gegen Strikeforce-Halbschwergewichtschampion Dan Henderson – schien die Zeit für einen Rücktritt vom aktiven Geschehen gekommen zu sein.

Doch zum erwarteten Rücktritt wird es vorerst nicht kommen. So informierte M-1 Global-Präsident Vadim Finkelstein im Pressetext: “Wir haben uns mit Fedor beraten und beschlossen, dass er den MMA-Sport nicht auf diese Art und Weise verlassen sollte. Viele seiner Freunde und früheren Gegner bestärken ihn in dem Vorhaben, seine Karriere fortzuführen und auch er selbst ist damit einverstanden.“

Fedor Emelianenko ist das beste Pferd, das Manager und Promoter M-1 Global bislang im Stall zu stehen hat. Der Vertrag mit Strikeforce ist allerdings erfüllt, erneute Vertragsverhandlungen mit Neubesitzer Zuffa scheinen angesichts der gespannten Beziehung zwischen M-1 Global und der UFC- und Strikeforce-Mutter, und den letzten sportlichen Misserfolgen Emelianenkos wenig aussichtsreich.

„Wir wollen einen Kampf für ihn in Russland organisieren und haben mit dahingehenden Vorbereitungen bereits begonnen“, informiert Finkelstein. „Wenn alles nach Plan verläuft, werden wir irgendwann im Herbst einen Event in Moskau oder St. Petersburg veranstalten, bei dem Fedor den Hauptkampf bestreitet. Ein Gegner steht bislang nicht fest.“

Auch eine Rückkehr zur alten Wirkungsstätte Fedors schließt Finkelstein nicht aus: “Zusätzlich zu dem Kampf in Russland sind wir auch in Kontakt mit unseren Partnern in Japan, um eine Silvestershow auf die Beine zu stellen, an der Fedor ebenfalls teilnehmen würde.”

Die Veranstaltungen in der Silvesternacht waren Jahr für Jahr die größten Events, die der seit 2007 nicht mehr existente japanische Veranstalter Pride FC abgehalten hatte. Die Teilnahme an diesen Super-Events wurde im Laufe der Zeit zur Tradition und zum wichtigen Anliegen für Emelianenko.

Sollte es damit sportlich wieder aufwärts gehen, avisiert Finkelstein einen weiteren Anlauf in den Vereinigten Staaten an: “Wenn alles gut geht, werden wir 2012 in die USA zurückkehren. Die Pläne dafür werden gerade geschmiedet und wir haben vor, sie auch genau so umzusetzen.“