MMA - Europa

Fedor Emelianenko bekommt Sieg aberkannt

Schwer gezeichnet nach seinem letzten Kampf: Fedor Emelianenko. (Foto: UFC.tv)

Im Juni konnte sich MMA-Legende Fedor Emelianenko bei der 50. Ausgabe der russischen Eventserie „Fight Nights“ in St. Petersburg einen mehrheitlichen Punktsieg gegen UFC-Veteran Fabio Maldonado sichern. Ein Urteil, das weltweit für Diskussionen sorgte. Nun wurde das Ergebnis von der World MMA Association (WMMAA) nachträglich aufgrund eines möglichen Interessenkonflikts abgeändert.

Reguliert wurde der Kampf zwischen Emelianenko und Maldonado am 17. Juni nämlich von der Russian MMA Union – einem Verband, bei dem Emelianenko selbst als Präsident fungiert. Die Russian MMA Union war unter anderem für die Auswahl der Punktrichter und Ringrichter für den Kampf zuständig.

Maldonado, der Emelianenko in der ersten Runde am Rande einer Niederlage hatte und nach einer sensationellen ersten Runde später allmählich nachließ, hatte bei der Russian MMA Union bereits wenige Tage nach dem Kampf Einspruch gegen das umstrittene Urteil eingelegt. Der Verband lehnte jedoch ab und verwies auf eine vermeintliche Regel, die besagt, dass ein Kämpfer nur innerhalb von 40 Minuten direkt nach einem Kampf Einspruch einlegen kann.

Maldonado wandte sich anschließend an die WMMAA – ein weltweit agierender Verband, der der Russian MMA Union übergeordnet ist. Die WMMAA gab dem Brasilianer Recht, kritisierte die Verbindung zwischen Emelianenko und dem für die Auswahl der Punktrichter verantwortlichen Offiziellen und wertete die Ablehnung von Maldonados Einspruch als Fehlentscheidung. Die 40-Minuten-Regel sei lediglich bei Amateurkämpfen anzuwenden, Maldonado und Emelianenko hatten aber einen Kampf unter Profi-Regeln.

Die WMMAA ließ den Kampf anschließend von drei unabhängigen Punktrichtern neu werten. Die drei Punktrichter waren sich einig und werteten das Duell allesamt mit 28:28 als Unentschieden. Alle drei sahen dabei die erste Runde als 10:8-Runde für Maldonado.