MMA - Europa

Fabio Maldonado: „Fedor hat den Kampf nicht gewonnen“

Fabio Maldonado (Foto: Tobias Bunnenberg)

Am Freitagabend stand für MMA-Legende Fedor Emelianenko nach vier Jahren wieder ein Kampf in seiner Heimat Russland an. Bei der Jubiläumsshow von Fight Nights in St. Petersburg bekam es der 39-Jährige mit UFC-Veteran Fabio Maldonado zu tun. Am Ende sprang für Emelianenko ein mehrheitlicher Punktsieg raus, der für kontroverse Diskussionen sorgt. Auch Kontrahent Maldonado hat seine Zweifel an der Punktrichterentscheidung.

„Ich habe den höchsten Respekt vor Fedor, er ist bescheiden wie kein anderer Kämpfer“, sagte Maldonado gegenüber MMAFighting.com. „Ich bin glücklich, dass ich hier kämpfen konnte. Aber ich denke, dass ich den Kampf gewonnen habe, oder? Ich habe die dritte Runde nicht verloren. Im schlimmsten Fall gibt man ihm die dritte Runde, dann ist es immer noch ein Unentschieden. Er hat diesen Kampf nicht gewonnen. Die Punktrichter haben einen anderen Kampf gesehen. Er war in der zweiten Runde besser, aber das war keine 10:8-Runde. Und ich bin mir sicher, dass die erste Runde eine 10-8-Runde (für mich) war. Um Gottes Willen, er ist mehrfach fast zu Boden gestolpert. Jeder weiß, dass die erste Runde mindestens 10:8 oder sogar 10:7 gewertet werden musste. Er hat mich an den Käfig gedrängt und geschlagen, aber ich war dort, weil ich wollte, dass er mich angreift.“

Emelianenko kassierte in der ersten Runde im Vorwärtsgang einen harten Konterhaken, der ihn zu Boden stürzen ließ. Maldonado konnte daraufhin hartes Ground and Pound ins Ziel bringen und die russische MMA-Legende schwer anklingeln. Emelianenko kam zwar wieder nach oben, hatte aber große Probleme, sich auf den Beinen zu halten. Dennoch wertete nur einer der drei Punktrichter diese erste Runde mit 10:8 für Maldonado. Die beiden anderen sahen den Brasilianer nur mit 10:9 vorne.

„Wir wussten, dass es schwer werden würde, dort einen Punktsieg zu holen“, sagte Maldonado weiter. „(Nach dem Kampf) dachte ich daran, dass ich vielleicht verloren habe.“

Und so kam es am Ende auch. Emelianenko erholte sich nach der harten ersten Runde wieder und konnte Maldonado, der ab der zweiten Runde kaum noch die Initiative ergriff, selbst häufig mit Schlägen eindecken. Nach drei Runden waren beide Kämpfer schwer gezeichnet, Emelianenko durfte aber den Sieg feiern.

„Die Leute wissen, was passiert ist, so Maldonado. „Jeder weiß es. Viele Russen kam nach dem Kampf zu mir und sagten, dass ich eigentlich gewonnen habe.