MMA - Europa

Endlich richtig angepackt

Dana White hat große Pläne für Europa (Foto: Dorian Szücs/Groundandpound.de)

Seit Jahren verkommt die UFC-Expansion in den britischen Markt zum Krampf. Trotz regelmäßiger Events und unzähliger Kämpfer aus dem Vereinigten Königreich im Kader der MMA-Champions League, fehlt noch immer ein wirklich potenter TV-Vertrag – und auf die ganz großen Fights warten britische Fans bislang vergeblich. Dies soll sich künftig ändern, verspricht UFC-Präsident Dana White.

„Wir arbeiten momentan daran, zu bestimmten Terminen in London, Manchester, Dublin und an vielen anderen Orten im Vereinigten Königreich zu sein – und zwar jedes Jahr. Dasselbe Datum in jedem Jahr. Und mit dem richtigen TV-Deal werden wir auch große Fights hier veranstalten“, so White im Anschluss an die Eröffnungspressekonferenz zu UFC on Fuel TV 7, in London, England, gegenüber den anwesenden Reportern.

„Wir wollen mit den Veranstaltungsorten Verträge über drei Jahre aushandeln – am besten natürlich über dreißig, aber wir beginnen erst einmal mit drei – so dass wir jedes Jahr zur selben Zeit große Events dort abhalten können. Das ist der Plan.“

Ein Konzept, dass von vielen Promotern in den Vereinigten Staaten bereits seit Jahren umgesetzt wird. Vor allem im Boxsport gilt z.B. der 5. Mai als fester Termin für ganz große Fights im Kampfsport-Mekka Las Vegas. Grund für die neue Strategie ist unter anderem der Faktor Planungssicherheit – für die UFC und für UFC-Fans gleichermaßen:

„[...] Auf diese Weise können die Leute sich darauf verlassen, sie rechnen schon damit, dass die Events stattfinden. Die Shows werden damit zum Reiseziel. Wenn man weiß, dass jedes Jahr zur selben Zeit ein UFC-Event in der O2 World in London stattfindet, dann werden die Menschen aus der ganzen Welt anreisen, um sich das anzusehen.“

Initiator dieser neuen Strategie dürfte der neue Managing Director für die Märkte Europa und Afrika sein, Gary Cook. Der wurde der Öffentlichkeit im September letzten Jahres vorgestellt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, das UK-Dilemma der UFC endlich zu beheben. Rückendeckung bekommt er dabei von UFC-Präsident White, der seine Neuverpflichtung überschwänglich lobte und große Dinge für die Zukunft erwartet:

„(Gary Cook) ist erst seit ein paar Monaten im Amt, und glaubt mir, wenn ich euch sage: Er ist der richtige Mann für diesen Job, er hat die richtigen Ideen und er bekommt den ganzen Kram hier geregelt. Endlich wird all das hier richtig angepackt und wir bekommen den UK-Markt auf die Reihe. Und nicht nur UK, er kümmert sich um ganz Europa, Süd-Afrika... wir arbeiten gerade an einigen coolen Sachen.“

Ob Cook halten kann, was White verspricht, und was das für das Vereinigte Königreich, aber vor allem auch für den deutschen Markt bedeutet, wird sich in den kommenden Monaten zeigen müssen.