MMA - Europa

Reza Madadi verurteilt

Eine Pressekonferenz ist für Reza Madadi in weite Ferne gerückt. (Foto: Elias Stefanescu)

Manchmal liegen Genie und Wahnsinn, Gut und Böse sehr nah beieinander. Reza Madadi belegte dies in den letzten zwei Jahren wie kein Zweiter. Der schwedische UFC-Kämpfer war vor einem Jahr noch der gefeierte Held, als er einem Kleinkind und seinem Vater das Leben rettete. Knapp ein Jahr später sieht die Welt anders aus. Madadi und sein Komplize wurden nach schwerem Diebstahl zu einer Haft von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt.

Der Richter hat gesprochen. Reza Madadi hatte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bis zuletzt bestritten. Zusammen mit einem Komplizen wurde dem 32-Jährigen vorgeworfen, zwei Geschäfte bestohlen zu haben. Die Verhandlung dauerte zwei Tage. Zwei Tage, die auch über die weitere Karriere des MMA-Kämpfers entschieden.

Nach eben jenen zwei Tagen verurteilte der Richter Reza Madadi zu einem Jahr und sechs Monaten. Er sah es als erwiesen an, dass der UFC-Star und sein Komplize die schweren Diebstähle begangen haben. Mit der Strafe blieb er allerdings deutlich unter der drohenden Maximalstrafe von sechs Jahren. Das Leichtgewicht hat noch bis zum 7. September Zeit, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

Madidis bisher erfolgreiche Karriere steht damit auf einem wackligen Untergrund. Auch wenn im Normalfall in Schweden die Häftlinge nach zwei Drittel der Zeit wegen guter Führung entlassen werden, verliert er gut ein Jahr seiner Wettkampf- und optimaler Trainingszeit. Zudem dürfte es nach dieser Verurteilung auch schwierig sein, gute Veranstaltungen zu finden, bei denen er nach seinem Haftaufenthalt kämpfen kann.