Allgemein

Debakel in Dänemark

Christian Colombo (li.) besiegt Andreas Kraniotakes nach Punkten. (Foto: Valentino Kerkhof/GroundandPound.de)

Mit hohen Erwartungen gingen fünf deutsche Kämpfer ins Rennen bei European MMA 6 in Kopenhagen. Leider konnte keiner der Athleten einen Erfolg im Ausland feiern. Andreas Kraniotakes unterlag im Schwergewichtstitelkampf nach Punkten, die Mannschaftskollegen wurden schon in der ersten Runde geschlagen.

Deutschlands Top-Schwergewicht Andreas Kraniotakes erwischte einen rabenschwarzen Tag in Kopenhagen. Von Beginn an schien Gegner Christian Colombo besser eingestellt zu sein und machte die Strategie Kraniotakes' zunichte. Der Däne drängte Kraniotakes drei Runden lang an den Käfig und bearbeitete "Big Daddy" mit Jabs und Treffern zum Körper. Takedowns von Kraniotakes führten nur selten zum Erfolg, und falls doch, konnte Kraniotakes Colombo nicht am Boden halten, sondern musste mit "Godzilla" wieder in den Stand.

In der dritten Runde ging Kraniotakes dann sogar noch zweimal unfreiwillig zu Boden, nachdem Colombo mit Kniestößen am Käfig traf. Den Punktrichtern blieb nach drei Runden nichts anderes übrig, als Colombo zum Sieger zu erklären. Durch diese dominante Leistung sicherte sich Colombo den vakanten Schwergewichtstitel von European MMA. Ein enttäuschter Kraniotakes ließ anschließend verlauten, er habe wohl den schlechtesten Kampf seiner Karriere gemacht.

Der finale Schlag von Ayub Tashkilot (re.) gegen Ruben Crawford (Foto: Valentino Kerkhof/GroundandPound.de)

Ruben Crawford geht K.o.
Das hatte sich Ruben Crawford sicherlich anders vorgestellt, als er für seinen Teamkollegen Cengiz Dana gegen Ayub Tashkilot einsprang. Der Däne, der seine letzten drei Kämpfe nach Punkten gewann, machte mit Crawford kurzen Prozess und dominierte den Kölner im Stand. Tashkilot traf schnell mit einer Kombination, bevor er eine Rechte hinterher schickte. Nachdem der Kampf kurz wegen eines Stichs in die Augen Tashkilots unterbrochen werden musste, beendete der Däne den Kampf kurz darauf durch eine Rechte ans Kinn.

Henze, Becker und Dimitrov unterliegen in der ersten Runde
Nichts zu bestellen hatte auch Philipp Henze gegen den zweimaligen Olympiaringer Mark O. Madsen. Mit einem wuchtigen Wurf verlagerte der Däne den Kampf auf die Matte und ließ dann 30 Sekunden lang Hammerfists folgen, bis der Ringrichter ein Einsehen hatte und den Kampf abbrach. Der Schwede Andreas Stahl bearbeitete Veselin Dimitrov mit Kniestößen und Uppercuts aus dem Clinch und beendete den Kampf anschließend mit Ground and Pound. Und Timon Becker musste in der ersten Runde in einem Triangle Choke aufgeben, nachdem er zuvor nach einem Kniestoß zu Boden ging und sich noch gegen einen Armbar zur Wehr setzen konnte.

Dalby knöpft Djursaa den Titel ab
Im Titelkampf der ungeschlagenen Dänen Morten Djursaa und Nicolas Dalby musste der Herausforderer Dalby nach verhaltenem und clinch-lastigen Beginn eine Schrecksekunde überstehen, als der Champion ihn mit einem Kniestoß zum Körper zu Boden schickte. Es ging jedoch ohne Umschweife wieder zurück in den Stand und zurück in den Clinch.

Dort war es nun Dalby, der Djursaa mit einer Linken durchrüttelte. Djursaa ging zu Boden und Dalby bearbeitete den Champion mit Ground and Pound. Djursaa griff noch nach einem Bein, aber der Ringrichter hatte genug gesehen und brach ab. Nicolas Dalby durfte sich damit zum neuen Weltergewichts-Champion von European MMA krönen.

Die Ergebnisse von European MMA 6 im Überblick:

European MMA 6
26. September 2013
Kopenhagen, Dänemark

Titelkampf im Weltergewicht
Nicolas Dalby bes. Morten Djursaa (c) via T.K.o. (Schläge) in Runde 1

Titelkampf im Schwergewicht
Christian Colombo bes. Andreas Kraniotakes einstimmig nach Punkten

Thomas Formo bes. Timon Becker via Triangle Choke in Runde 1
Sören Bak bes. Dagir Imagov via Rear-Naked Choke in Runde 3
Andreas Stahl bes. Veselin Dimitrov via T.K.o. (Schläge) in Runde 1
Mark O. Madsen bes. Philipp Henze via T.K.o. (Schläge) in Runde 1
Ayub Tashkilot bes. Ruben Crawford via K.o. (Schlag) in Runde 1
Mads Brunell bes. Aleksander Sredanovic via Anaconda Choke in Runde 1